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6.05.15 21:18 Copd mit Lungenemphysem
Nicole
Hallo, ich hab eine Frage. Bei mir wurde COPD 1b und chronisches Asthma festgestellt beim Lungenarzt aufgrund heftiger Luftnot und extremen, wochenlangen Husten mit Auswurf. Seit 2 Jahren leide ich bis zu 6 mal im Jahr an Inekten und Erkältungen. Meine Symthome wurden immer heftiger und bekam Flutiform und Subatamol. Kurz nach der Diagnose Lungenentzündung Medikamente: Kortison und Antibiotika. nach 2 Wochen war es ok. Wieder beim Lungenarzt der hat CT mit Kontrast angeordnet.
Diagnose des CT`s in Kurzform:
Auffälliges Weichteilplus rechts hilär und persival entlang der Unterlappenaterie links ( Durchmesser bis 20 mm) Weichteilplus im aortopulmonalen Fenster bis 20mm. Pulmonale landkartenartige ventral betonte Ausprägung einer milchglasartigen Eintrübung. Keine suspekten Herdbefunde. In den ossären Struckturen keine suspekten osteolytischen oder osteosklerotischen Läsionen.
Subpleurales/ zentrilobuläres Lungenemphysem. CT-morphologische Zeichen einer chronischen Bronchiolitis mit zusätzlich gering ausgeprägten Bronchiktasen in beiden Unterlappen. Vergrößerte Lymphknoten mediastinal und hilär beidseits. Keine pulmonalen Herdbefunde. CT Verlaufskontrolle in 3 Monaten empfehlenswert.
So, nun habe ich erst in 3 Wochen einen Termin zur besprechung des CT`s beim Lungenarzt. Nun war ich aber gerade wieder wegen Dauerschmerz ( wenn man das so nennen kann) halt dauerhaft schmerzt bzw unangenehmes Gefühl im ganzen Brustkorb der ziemlich nervt/stört und mir angst macht, als ob da was fett entzündet ist und genau auch gleiche Stelle auf der anderen Seite im Rücken genau so unangenehm, ziehen bis im linken Arm und Schulter dort aber nur leicht,kein Husten, kein Auswurf nur minimal kaum der Rede wert und Atemnot bei Anstrengung, wieder bei meinem Hausarzt. Der kann nicht verstehen, dass ich das immer wieder habe und sagte, man hat doch nur ein Emphysem gefunden und ich bekomme doch Medis (Flutiform und jetzt auch Spiriva und Montelukast. Davon( Emphysem) kommt das aber eigentlich nicht meinte er. Dann las er den Bericht mal ganz und meinte, wir machen jetzt mal einen Termin für Blutbild und Ultraschall also Vorsorge und gab mir mal wieder Kortison.
Nun meine Frage: Ich würde gerne wissen, was ich nun genau habe bzw. warum ich immer im Brustkorb dieses blöde extreme unangenehme Gefühl habe? Ist ja nur ein Emphysem gefunden. Hat sich das COPD wohl verschlechtert? Was genau muss ich unter dem Weichteilplus verstehen? Was kann/könnte das Weichteilplus alles sein? Bilde ich mir meine Schmerzen, Antriebslosigkeit, Erschöpftheit, viel müde, komme schwer aus dem Bett, Atemnot etc. nur ein? Ich würde gerne eine genaue Aussage über dieses CT haben. Wie ich diese Krankheit sehen muss/ sollte. In welchem Zustand ich mich befinde bzw. wie weit ist die Krankheit? Was genau sagt mir dieses CT jetzt? Ist es noch harrmlos? Mein Hausarzt ist da immer so ein bissel abwertent und sagt nicht viel. Möchte einfach nur ganz genau wissen, wo ich stehe, was damit noch kommen kann, warum ich diese Symptome habe, warum in 3 Monaten wieder, was kann das Weichteilplus für mich bedeuten????? Vielen Dank Nicole
7.05.15 07:23
Dr. Thomas Rothe
Hallo Nicole
Es geht Ihnen nicht gut und Sie sind sehr verunsichert. Ich finde es auch unglücklich, dass Sie erst 3 Wochen nach dem CT zum Arzt können, um den Befund zu besprechen.
Jeder Radiologe benennt das, was er sieht, ein bisschen anders. Insofern trotz des beschriebenen Textes nicht ganz klar, was er gesehen hat. Ausserdem wird aus dem Befund klar, dass er selber nicht alles genau interpretieren kann, was er gesehen hat.
Weichteilplus bedeutet eine Vermehrung von Bindegewebe oder Fett. Im aortopulmonalen Fenster könnte es auch auf einen Lymphknoten hinweisen. Die meisten Radiologen hätten sich dann allerdings festgelegt und geschrieben, sie würden an dem Ort einen vergrösserten Lymphknoten sehen. Es bleibt also unklar, sorry! Entweder Ihr Pneumologe kann damit mehr anfangen (er sieht ja auch die Bilder), oder er wird mit dem Radiologen Kontakt aufnehmen.
Was ich aus Ihrem Text herauslese ist, dass sie trotz Therapie das Gefühl haben, es sei in der Brust etwas entzündet, dass Sie immer wieder erkältet sind und unter Atemnot leiden.
Eine COPD GOLD I macht meist nicht so starke Atemnot. Wenn Sie wirklich noch eine Asthmakomponente besitzen, könnte das Asthma die Atemnot verursachen. Nicht jedes Asthma ist mit Flutiform und Montelukast ausreichend behandelt. Hier wäre es ganz wichtig, zu wissen, wie die FEV1 (Lungenfunktion) und der FeNO (Wert, der die asthmatische Entzündung in den Atemwegen reflektiert) sind. Sind sie trotz Therapie pathologisch, sollte es mit einer Intensivierung der Medikamente besser gehen.
Ich muss sie leider auf Ihren Pneumologen vertrösten.
Nach etwas Bösartigen sieht es in meinen Augen nicht aus. Dann hat man auch keine Schmerzen und der Radiologe hätte den Pneumologen informieren müssen, dass er Sie früher einbestellt.
Ich drücke Ihnen die Daumen, dass es eine Lösung gibt und es Ihnen bald wieder etwas besser geht
freundlicher Gruss
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