Als Nanopartikel bezeichnet man alle Partikel, die kleiner sind als 100 Nanometer. Das sind Teilchen oder Schichten, die über 1.000 Mal dünner sind als der Durchmesser eines Menschenhaares. Synthetische Nanopartikel wiederum sind Materialen dieser Grösse, die zu einem bestimmten Zweck hergestellt wurden.

Nanopartikel werden heute in den verschiedensten Konsumgütern eingesetzt. Vor allem in der Kosmetik, der Textil- und der Elektronikbranche, sowie in der Medizin. So haben beispielsweise viele Sonnencremes Titan- oder Zinkoxidpartikel, die äusserst wirksam sind, wenn es um die Reflektion des schädlichen UV-Lichts geht. Ein weiteres Beispiel, welches jüngst für Diskussion in den Medien gesorgt hat, ist das Aluminium in Deos, das im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Derzeit sind ca. 2‘000 Personen in der Schweiz am Arbeitsplatz Nanomaterialien ausgesetzt.

Die rasante Entwicklung der Nanotechnologie hat auch Auswirkungen auf den Gesundheitsschutz. Die Nanotechnologie verspricht einen bedeutenden Nutzen, von ihr können aber auch Gefahren ausgehen.


Insgesamt existieren noch sehr wenige Kenntnisse über die Auswirkungen von künstlichen Nanopartikeln auf die Gesundheit. Insbesondere Studien zu den langfristigen Auswirkungen auf die Gesundheit sind kaum vorhanden.


Als wichtigster Aufnahmepfad von Nanopartikeln gilt beim Menschen die Lunge. Nach bisherigen Erkenntnissen weisen etwa ganz bestimmte Formen von „Carbon Nanotubes“ Eigenschaften auf, welche auf ein mögliches asbestähnliches Verhalten hinweisen. Die suva hat deshalb entsprechende Handlungsanweisungen publiziert, da bislang eine erhöhte Exposition fast ausschliesslich am Arbeitsplatz festzustellen ist.


Die Nanotechnologie birgt auch Chancen für die Lungengesundheit. Längerfristiges Ziel eines Forschungsprojekts am Adolphe Merkle Institut der Universität Freiburg ist es, mit Hilfe der Nanotechnologie neue Therapieansätze gegen Asthma zu entwickeln.