Zahlen und Fakten

Für folgende Ziele in der Tabakprävention setzt sich die Lungenliga ein:

  • Den Einstieg in den Tabakkonsum verhindern
  • Den Ausstieg aus der Nikotinabhängigkeit erleichtern
  • Den Schutz vor unfreiwilligem Mitrauchen in Innenräumen (Schutz vor Passivrauchen) verstärken.

Um diese Ziele zu erreichen, setzt sich die Lungenliga für einen wirksamen Schutz vor Passivrauchen, für Werbeeinschränkungen für Tabakprodukte sowie für Abgabeeinschränkungen an Jugendliche ein. Präventionsprojekte, die sich an bestimmte Zielgruppen (wie z. B. Jugendliche) richten sowie die Unterstützung der Forschung tragen ebenfalls dazu bei, die genannten Ziele zu erreichen. Für Personen, die mit dem Rauchen aufhören möchten, bieten die kantonalen Lungenligen Beratung und Rauchstopp-Kurse an.

 

Die Strategie der Lungenliga Schweiz orientiert sich in der Tabakprävention inhaltlich an den Forderungen des Rahmenübereinkommens der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauchs (FCTC) und dem Nationalen Programm Tabak (NPT 2008-2016).

 

 

Tabakrauchen als Todesursache
In der Schweiz wie auch weltweit ist der Tabakkonsum die Hauptursache für vermeidbare frühzeitige Todesfälle. Jährlich sterben in der Schweiz 9500 Personen und weltweit 5 Millionen Menschen frühzeitig an den Folgen des Tabakkonsums. Dies entspricht hierzulande rund 15% der jährlichen Todesfälle. Die Hälfte aller Personen, die regelmässig rauchen, stirbt frühzeitig. Im Jahr 2012 wurden 39% dieser Todesfälle durch tabakbedingte Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Herzinfarkte) verursacht. Weitere tabakbedingte Todesursachen waren Lungenkrebs (27%), COPD und andere Lungenkrankheiten (19%) und andere Krebsarten (15%). Mehr Infos finden Sie hier.
Inhaltsstoffe des Tabakrauchs
Tabakrauch besteht aus ungefähr 4000 verschiedenen Stoffen. Davon sind 40 als krebserregend bekannt. Durch das Inhalieren gelangen die Giftstoffe in die Lunge und von dort ins Blut, das die Giftstoffe im ganzen Körper verteilt. Nikotin ist der Stoff im Tabak, der abhängig macht. Es gelangt in nur 7 Sekunden ins Gehirn und kann schon nach wenigen Zigaretten süchtig machen. Mehr Infos finden Sie hier.
Tabakkonsum in der Schweiz
Aktuell beträgt der Anteil der Rauchenden an der Schweizer Wohnbevölkerung (15 Jahre und älter) 24.9%. Aktuelle Zahlen zum Thema Rauchen in der Schweiz finden Sie auf Website des Suchtmonitorings.
Lungenkrankheiten
Wer raucht, hat ein höheres Risiko an COPD (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung) zu erkranken. Rund 20% aller Raucher erkranken an COPD. Das Lungenkrebsrisiko steigt in Abhängigkeit der Anzahl gerauchten Zigaretten pro Tag und der Zahl der Jahre als rauchende Person bis auf das 20- bis 30-fache des Risikos einer nichtrauchenden Person. Rund 90% der Todesfälle infolge COPD gehen auf das Rauchen zurück und etwa 85% der bösartigen Lungentumore werden durch Tabakrauch verursacht.
Organschäden
Rauchen schadet beinahe jedem Organ im menschlichen Körper. So kann das Tabakrauchen nicht nur zu Lungenkrebs, sondern auch zu Krebs in Mund, Rachen, Kehlkopf, Speiseröhre, Magen, Bauchspeicheldrüse, Niere, Blase, Gebärmutterhals und Blut führen. Zudem können ein Herzschlag, Hirnschlag oder Raucherbein die Folgen des Rauchens sein. Rauchende Personen haben ein viermal höheres Risiko als nichtrauchende Personen, eine Herzkrankheit zu erleiden.
Reduzierte Fruchtbarkeit, Fehlgeburt und plötzlicher Kindstod
Sowohl rauchende Männer als auch rauchende Frauen sind häufig weniger fruchtbar. Während der Schwangerschaft bedrohen Rauchen und Passivrauchen die Gesundheit der Mutter sowie des ungeborenen Kindes, und es treten häufiger Komplikationen auf. Rauchende Frauen sind öfter mit einer Tot- oder Frühgeburt konfrontiert als nichtrauchende Frauen und Rauchen kann Ursache eines plötzlichen Kindstodes sein. Oft weisen Kinder von rauchenden Frauen ein niedrigeres Geburtsgewicht auf.