Asthma nachweisen – Diagnose

Wichtige Methoden zur Diagnose von Asthma sind:

 

 

Fallen diese Tests positiv aus und lassen sich die typischen Symptome nachweisen, ist die Diagnose «Asthma» sehr wahrscheinlich.

 

Patientinnen und Patienten mit Asthma haben oft eine «allergische» Vorgeschichte, wenn sie erstmals zur Ärztin oder zum Arzt gehen. Bei einigen Betroffenen ist bereits eine Allergie oder eine Überempfindlichkeit gegen bestimmte Substanzen bekannt. Solches Vorwissen erleichtert der Ärztin oder dem Arzt die richtige Diagnose. Trotzdem sind noch verschiedene Untersuchungen nötig, um andere Atemwegs- und Lungenkrankheiten auszuschliessen.

 

Besonders die Unterscheidung von Asthma und COPD ist für eine wirksame Therapie wichtig. Immer mehr zeigt sich, dass auch beide Krankheitsbilder überlappen können.

Typische Unterschiede zwischen Asthma und COPD

Asthma COPD                                                   
Betrifft oft Allergikerinnen oder Allergiker Betrifft meist rauchende Personen
Die Krankheit beginnt oft schon in der Kindheit Die Krankheit beginnt meist nach dem 40. Lebensjahr
Die Symptome treten oft anfallsweise auf Die Symptome werden langsam schlimmer
Atemnot auch in Ruhe Atemnot während körperlicher Belastung
Die Lungenfunktion kann sich nach einem Asthmaanfall oder nach Inhalation eines Asthmamittels wieder normalisieren Die Lungenfunktion nimmt stetig ab

Der Lungenfunktionstest (Spirometrie)

 

Eine Spirometrie lässt sich einfach, schmerzfrei und innerhalb weniger Minuten durchführen. Sie misst die Atmung und weist obstruktive Lungenkrankheiten wie COPD nach. Eine Spirometrie wird empfohlen für Personen,

 

  • die oft husten,
  • rauchen und über 45 Jahre alt sind,
  • bei raschem Gehen Atemnot bekommen,
  • sich um die Gesundheit ihrer Lungen sorgen,
  • bereits wegen einer Lungenkrankheit in Behandlung sind.

 

Das Gerät misst das Atemvolumen sowie die Geschwindigkeit beim Ausatmen. Beträgt der Anteil der ausgeatmeten Luft in der ersten Sekunde weniger als 70 Prozent der eingeatmeten Luft, sind die Atemwege verengt. Da sowohl COPD als auch Asthma die Ursache sein können, findet ein zweiter Test statt: Die Patientin oder der Patient inhaliert ein Medikament, das die Atemwege erweitert. Dieses zeigt nur bei Asthma-Betroffenen Wirkung. Bei COPD reagieren die Atemwege nicht und bleiben verengt. Durch die Spirometrie lässt sich über einen längeren Zeitraum auch beobachten, ob eine Therapie Wirkung zeigt.

 

Die kantonale Ligen bieten auf Anfrage Spirometrie-Messungen an. Informieren Sie sich bei der Lungenliga in Ihrer Nähe.

 

 

Film zum Lungenfunktionstest