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Asthma bei der Familie Bless: Die Notfallmedikamente sind immer dabei

«Hast du deinen Spray dabei?» – Diese Frage ist die fast am häufigsten gestellte bei der Familie Bless. Denn alle vier Kinder der Familie haben Asthma. Das Thema ist allgegenwärtig, die Angst vor einem Notfall lauert immer. Doch dank umfassender Hilfe durch die Lungenliga haben Kinder und Eltern ihren Alltag im Griff.

Manuel (11), Sarah (13) und Rahel (10) waren bereits als Kleinkinder häufig erkältet, husteten und kämpften mit Atemnot. Rahel und Manuel litten zudem unter Neurodermitis, ein Anzeichen dafür, dass Kinder zu Allergien neigen. Alle drei sind anfällig auf Infektionen der Atemwege. Selten einmal sind sie alle gleichzeitig gesund.

 

Aaron (6), der Jüngste, kam zu früh auf die Welt. Sein Atemzentrum ist vermutlich aufgrund der Frühgeburt zu wenig entwickelt. In seinem ersten Lebensjahr wurde er deshalb Tag und Nacht an einen Überwachungsmonitor angeschlossen. Das Gerät gab einen piepsenden Alarmton von sich, sobald Aarons Atmung aussetzte. Man kann sich gut vorstellen, in welcher Anspannung die Eltern, vor allem die Mutter, die Nächte verbracht haben. Bis heute ist Aaron ein zartes, anfälliges Kind mit einem schwachen Immunsystem.

Sport tut gut, Überanstrengung nicht

Alle vier Kinder sind sportbegeistert und nehmen an Wettkämpfen teil. Die drei älteren fahren mit Begeisterung Einrad, Aaron spielt Fussball. Die Sportbegeisterung der Kinder ist eine Gratwanderung: Einerseits ist Bewegung gut für Asthmakranke, andererseits besteht die Gefahr der Überanstrengung. Darum muss das geliebte Training oder auch ein Wettkampf auch schon mal abgesagt werden. Das ist manchmal hart für die Kinder. Schwierig wird es auch für sie, wenn sie in der Schule wegen ihrer Hustenattacken gehänselt werden.

 

Jedes der Kinder hat ein individuelles Notfall-Medikamententäschchen mit Asthmaspray, antiallergischen Medikamenten und je nachdem Kortisontabletten dabei. Alle führen ein Asthmatagebuch der Lungenliga, in das sie eintragen, wie es ihnen geht oder ob irgendetwas Spezielles vorgefallen ist. Und welchen Wert sie mit dem Spirometer für das Lungenvolumen gemessen haben.

Grosses Vertrauen in die Lungenliga

Nach der dritten Asthmadiagnose unter ihren Kindern begann die Mutter zu zweifeln. «Ich fragte mich allmählich, ob ich irgendetwas falsch mache. Warum ich, warum wir?» Auf der Suche nach Antworten stiess sie auf die Lungenliga und wandte sich an eine Beratungsstelle.

 

«Ich wurde sehr freundlich aufgenommen dort, niemand machte mir Vorwürfe, sie nahmen mich und unsere Kinder ernst und gingen auf uns ein», schwärmt Suleika Bless. «Jetzt weiss ich, dass wir nichts falsch gemacht haben, und ich habe gelernt, mit der Krankheit besser umzugehen.»

 

Die Kinder besuchen alle das Asthmaschwimmen der Lungenliga, wann immer es stattfindet, und probierten am Sportplauschtag in Magglingen andere Sportartenaus. Rahel profitierte von einem Kurs, in dem sie spezielle Atem- und Entspannungsübungen trainieren konnte, und die Mutter verteilte die Broschüren «Schulkinder mit Asthma» an alle Lehrer und Trainer ihrer Kinder.

 

Die ganze Familie ist begeistert und beeindruckt von den Dienstleistungen der Lungenliga. «Wenn ich in irgendeinem Punkt unsicher bin, rufe ich einfach die Beraterin an. Dort finde ich immer ein offenes Ohr.»

 

Text: Anja Marti-Jilg

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SF1 Sendung Puls vom 4.4.2011:

"Wenn Erwachsenen plötzlich der Atem fehlt"

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