Als Reaktion auf die Schadstoffbelastung entzünden sich die Atemwege. Die Schleimhaut in den Bronchien schwillt an, es wird vermehrt Schleim produziert und die Bronchialmuskeln verkrampfen sich. Gemäss Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) heisst eine solche Bronchitis chronisch, wenn die Betroffenen in zwei aufeinander folgenden Jahren während mindestens drei Monaten pro Jahr an Husten und Auswurf leiden.
Rund 90 Prozent der Menschen mit chronischer Bronchitis rauchen und jede zweite Raucherin oder jeder zweite Raucher über 40 Jahre leidet an dieser Krankheit. Wird eine chronische Bronchitis nicht behandelt, entwickelt sich daraus oft eine COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease). Ein unverzüglicher Rauchstopp kann dies meistens verhindern.
Das regelmässige Einatmen von Schadstoffen, vor allem Zigarettenrauch aber auch andere Luftschadstoffe wie Feinstaub und schädliche Gase, führt nach Jahren dazu, dass sich die Atemwege (Bronchien) immer stärker entzünden. Die Schleimhaut der Bronchien verdickt sich und produziert vermehrt Sekret. Wie schnell sich die Krankheit verschlimmert, hängt direkt von der Zahl der gerauchten Zigaretten ab. Besonders gefährdet sind Menschen, die rauchen und gleichzeitig auch noch anderen Luftschadstoffen ausgesetzt sind.
Alle Patientinnen und Patienten mit einer chronischen Bronchitis leiden unter einem unangenehmen Husten, der mit der Zeit immer hartnäckiger wird. Dazu kommt ein zäher Schleim, der an der Schleimhaut der Atemwege „festklebt“ und deshalb oft nur mühsam ausgehustet werden kann. Wenn die Schadstoffe weiter einwirken, so verengen sich die Atemwege immer mehr, was die Patientinnen und Patienten dann als Atemnot wahrnehmen (COPD). Eine weitere Folge der chronischen Bronchitis ist die erhöhte Anfälligkeit für Infektionen der Atemwege.
Die Diagnose der chronischen Bronchitis stellt man im Wesentlichen aus den typischen und langdauernden Symptomen Husten und Auswurf sowie einem Lungenfunktionstest. Um andere oder zusätzliche Krankheiten wie Lungenkrebs oder eine Lungenentzündung auszuschließen, kann auch eine Röntgenuntersuchung angeschlossen werden.
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