Die wichtigsten Massnahmen bei einer schweren Bronchiolitis sind die Gabe von Sauerstoff und genügend Flüssigkeit. Generell gilt bei der Behandlung das Motto: So wenig als möglich, so viel wie nötig.
Ist eine Einweisung des Kindes in ein Spital nicht notwendig und somit eine ambulante Behandlung möglich, so müssen die Eltern der kleinen Patientinnen und Patienten einige Grundsätze beachten:
Kinder mit schweren Symptomen einer Bronchiolitis sollten in ein Spital eingewiesen werden. Im Spital kann man den Sauerstoffgehalt des Blutes sorgfältig überwachen und wenn nötig mit der Gabe von Sauerstoff korrigieren. Generell setzt man zur Behandlung der Bronchiolitis keine Medikamente ein, da sie kaum einen Einfluss auf den Krankheitsverlauf haben. Gelegentlich werden inhalative atemwegserweiternde Medikamente eingesetzt, die bei einigen Kindern wirken können. Kortison und Antibiotika haben grundsätzlich keine Wirkung und werden nur in wenigen, speziellen Situationen im Spital gegeben.
Zur Vorbeugung einer RSV-Bronchiolitis gibt es bisher keine gewöhnliche Impfung. Extrem frühgeborene Säuglinge oder Säuglinge mit Herzfehlern, werden bei gegebener Indikation mit spezifischen Immunglobulinen vorbeugend behandelt. Kinder mit Asthma oder anderen chronischen Krankheiten der Atemwege sollten den Kontakt mit Menschen vermeiden, die eine Erkältung oder Grippe haben.
Da Zigarettenrauch die Ausprägung der Bronchiolitis erhöhen kann, sollte man auf das Rauchen zu Hause verzichten.
Nützliche Informationen zu Atemwegskrankheiten im Kindesalter finden Sie auch auf der Website der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie (SGPP).
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