Als Muskeldystrophien (MD) bezeichnet man verschiedene Krankheiten, deren gemeinsames Merkmal der mehr oder weniger schnell fortschreitende Abbau von Muskelgewebe ist. Muskeldystrophien sind seltene Krankheiten, die in der Regel vererbt werden.
Es gibt zahlreiche Arten der Muskeldystrophie. Die wichtigsten sind:
Die Duchenne- und die Becker-Muskeldystrophie betreffen vor allem Knaben, da beide Krankheiten auf dem X-Geschlechtschromosom vererbt werden. Andere Formen der Muskeldystrophie kommen sowohl bei Knaben als auch bei Mädchen vor.
Der Verlauf der verschiedenen Muskeldystrophien ist sehr unterschiedlich. Die Duchenne-Muskeldystrophie zeigt sich zwischen dem 2. und 5. Lebensjahr und schreitet rasch voran. Sie führt meist zwischen dem 15. und 30. Lebensjahr zum Tod. Die Becker-Muskeldystrophie beginnt später (zwischen dem 6. und 12. Lebensjahr) und entwickelt sich langsamer.
Die Duchenne- und die Becker-Muskeldystrophie sind unheilbare Krankheiten. Durch den Gendefekt kommt es zum Fehlen (Duchenne-MD) oder zur deutlichen Verminderung (Becker-MD) des Muskelwandaufbau-Proteins Dystrophin. Dies führt zu geschwächter Muskelwand und vermehrtem oder verfrühtem Zelluntergang.
Jeden Dienstag 17-19 Uhr beantworten Ärztinnen und Ärzte Ihre Fragen zu Lunge und Atemwegen. Eine kostenlose Dienstleistung der Lungenliga.