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«Ohne Schlafmaschine würde ich ersticken.»

Vor 15 Jahren wurde beim Berner Journalisten Rolf Mühlemann (65) das Schlafapnoe-Syndrom diagnostiziert. In seinem Bericht beschreibt er, wie er das erlebt hat und wie ihm seither geholfen wird.

Während eines generellen Gesundheits-Checks beim Hausarzt im Jahr 1989 bin ich morgens auf dem Röntgentisch eingeschlafen. «Leiden Sie an extremer Tagesmüdigkeit?» fragte mich danach der Arzt. Und da lief bei mir plötzlich ein Film ab: «Ja, natürlich!» Wie war das doch in Paris, als ich stehend in der Metro einschlief? Wie gefährlich erschien mir das Autofahren, als ich die Autobahn zu meiden begann und auf Landstrassen Ausschau nach jedem Brunnen hielt, um mir die Augen kalt auszuwaschen! Und wie schwach fühlte ich mich im Büro, weil ich schon mittags hundemüde war und mich kaum mehr konzentrieren konnte! Vor dem Fernseher schlief ich permanent ein und schnarchte wie ein Holzfäller.

 

Meine Frau beobachtete dies mit Besorgnis, zumal sie fast jede Nacht wach wurde, weil ich nach minutenlangen Atemstillständen nach Luft ringend aufschreckte. Ein Krankheitsbild leiteten wir davon nicht gleich ab. Aber als ich dem Hausarzt erklärte, meine Frau wache deswegen jede Nacht auf, wurde die Lage ernst.

Das Schlaflabor brachte Licht ins Dunkel

Im Berner Inselspital stellten die Fachärzte zunächst fest, dass mir operativ nicht zu helfen ist. Befund: aussergewöhnlich verengte Rachenkonstruktion, gestörte Atemwege und schlaffe Rachenmuskulatur. Ein Test im Schlaflabor (eine Art dunkle Schlafzelle mit Infrarot-Überwachung) war angesagt. Und dort ergaben die alarmierenden Messungen durch Elektroden an Kopf und Körper, dass ich nachts unter 60% statt über 90% Sauerstoff aufnehme und am so genannten Schlafapnoe-Syndrom leide. Also setzte man mir in den drei folgenden Nächten eine Nasenmaske auf, die mittels Schlauch zu einem Beatmungsgerät führt, welches die Raumluft mit einem leichten Überdruck in meine Lunge führt und dadurch meine Luftwege offen hält. Gegen diesen leichten Druck musste ich dann auch wieder durch die Nase ausatmen. Das war, um ehrlich zu sein, doch sehr gewöhnungsbedürftig. Aber: die Werte erwiesen sich als sensationell! So kam ich auf über 95% Sauerstoffaufnahme in der Nacht und fühlte mich nach sechs Stunden erholt und ausgeschlafen.

«Ein riesiger Gewinn an Power und Lebensqualität

Seither bin ich in diesem Punkt der glücklichste Mensch und verbringe keine Nacht mehr ohne das so genannte CPAP-Gerät. Die Schlafmaschine ist mein steter Begleiter geworden, im In- und Ausland. Bei Grenzübergängen am Zoll und auf Flughäfen muss ich seither oft lange lamentieren, das Gerät mitunter in Betrieb setzen und eigens deklarieren lassen. Aber das sind Lappalien im Vergleich zum Gewinn an Power und Lebensqualität. Dass man im nun zweigeteilten Ehebett durch die Maske nicht an erotischer Ausstrahlung gewinnt, ist klar. Deshalb schliesse ich das Gerät erst nach dem Lichterlöschen an. Meine Frau sagt: "Ich bin jeweils beruhigt, wenn ich das leise Säuseln deiner Schlafmaschine höre."

Die Lungenliga liefert das CPAP-Gerät

In vorbildlicher Weise finde ich seit Jahren Hilfe und Betreuung bei der Lungenliga Bern. Meine Schlafmaschine (das CPAP-Gerät) kann ich dort inklusive allem Zubehör mieten und auf Wunsch anpassen, kontrollieren und auswechseln lassen. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse. Beim Gerät handelt es sich um das Prinzip der «kontinuierlich positiven Überdruckatmung».

 

Text: Rolf Mühlemann

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