Die Tuberkulose wird mit speziellen Antibiotika behandelt, welche nur auf die krankheitserregenden Keime (Mycobacterium tuberculosis) wirken. Trotz des medizinischen Fortschritts bleibt die Behandlung langwierig: 1950 dauerte eine Therapie mindestens zwei Jahre, 1970 achtzehn Monate und 1980 noch ein Jahr. Heute rechnet man mit einer Behandlungsdauer von sechs Monaten. Dabei ist die richtige Kombination der verschiedenen Medikamente sehr wichtig:
Die Kombination von verschiedenen Medikamenten vermindert die Gefahr einer Resistenzbildung der Tuberkulosebakterien. Eine Resistenz liegt dann vor, wenn ein oder mehrere üblicherweise wirksame Antibiotika nicht mehr in der Lage sind, die Erreger zu bekämpfen. Das kann passieren, wenn es zu Behandlungsunterbrüchen, Fehlern in der Dosierung oder Verwechslungen der Medikamente kommt.
Tuberkulosepatientinnen und -patienten werden regelmässig von einer oder einer oder einem in der Tuberkulosebehandlung erfahrenen Ärztin oder Arzt untersucht; diese kontrollieren den Fortschritt der Genesung und die Verträglichkeit der Medikamente.
Ansteckende Patientinnen und Patienten mit Bakterien im Schleimauswurf werden im Spital meist so lange isoliert, bis der Auswurf keine Keime mehr enthält. Kranke Menschen, die nur an einer leichten Tuberkulose leiden (Auswurf ohne Bakterien), werden nur hospitalisiert, wenn sich die Krankheit verschlimmert oder andere medizinische Probleme vorliegen.
Nachdem sich der Zustand der Patientinnen oder Patienten verbessert und die Zahl der Bakterien abgenommen hat, erfolgt die weitere Behandlung ambulant. Nach einigen Behandlungswochen können die meisten Betroffenen ihre berufliche Tätigkeit wieder aufnehmen, ohne andere Menschen zu gefährden.
Die Wirksamkeit der Impfung bei Erwachsenen wird bezweifelt und gilt als unnütz in Ländern, in welchen die Ansteckungsgefahr gering ist.
Heutzutage erlaubt der allgemeine Rückgang der Tuberkulose in der Schweiz, auf diese Impfung bei Kindern zu verzichten. Ausnahmen bilden spezielle Risikosituationen in Verbindung mit einem längeren Aufenthalt in Ländern, wo Tuberkulose noch häufig ist.
Die Tuberkuloseimpfung wird in der Schweiz und in den meisten westlichen Ländern nur noch bei Neugeborenen und Kleinkindern empfohlen, die in Ländern leben werden, in denen die Tuberkulose noch häufig vorkommt (Afrika, Asien, Südamerika, Osteuropa). Die Impfung ist gratis.
Ja, ich helfe Menschen mit Tuberkulose
Jeden Dienstag 17-19 Uhr beantworten Ärztinnen und Ärzte Ihre Fragen zu Lunge und Atemwegen. Eine kostenlose Dienstleistung der Lungenliga.