Alltagstipps bei Atemwegserkrankungen

 

Die Lungenliga Thurgau gibt gerne ein paar unterstützende Alltagstipps bei Allergien und Asthma:

Asthma-Anfall vermeiden

 

Auslöser / Allergene:

  • Eigene Auslöser kennen / abklären lassen

Notfallplan / Medikamente:

  • Notfallplan sollte man kennen und befolgen
  • Notfall-Medikamente immer mit sich tragen

Atem-Erleichterung:

  • Atemerleichternde Stellungen einnehmen und Atemübungen ausführen (siehe Asthma-Fibel).

Alltagstipps bei Pollenallergie (Heuschnupfen)

  • Vor dem Schlafengehen die Haare waschen.
  • Die Kleider am Abend nicht im Schlafzimmer ausziehen oder aufhängen.
  • Wäsche nicht im Freien trocknen lassen.
  • Bei erhöhter Pollenkonzentration (schönes, windiges Wetter) nur kurzer Aufenthalt draussen.
  • Sonnenbrille tragen.
  • Sich über Pollenflug informieren in Medien (Pollenprognose). ->Internet, Smartphone-App, etc.
  • Bei Fenstern Pollengitter anbringen (z. B. Schlafzimmer).
  • Während der Pollensaison nur kurz stosslüften.
  • Bei Regen oder mit Pollengittern kann ausgiebiger gelüftet werden.
  • Im Auto Pollenfilter montieren und diese gut warten

Alltagstipps bei Nahrungmittelallergien

  • Wissen, worauf man allergisch ist und wie man reagiert.
  • Auf versteckte Stoffe in Fertigprodukten achten (Beschreibung gut durchlesen).
  • Bei starken Allergien auch Kochdämpfe meiden.
  • Im Restaurant auf Allergien hinweisen und Nahrungsmittel wenn möglich ersetzen lassen.

Alltagstipps bei Tier-Allergien

  • Kontakt mit betreffenden Tieren meiden.
  • Nach Kontakt mit Tieren Hände waschen.
  • Berufswahl: Beruf wählen, der auch mit einer Allergie ausgeübt werden kann oder Umschulung machen.
  • Hobby bewusst auswählen.
  • Keine Tiere im Schlafzimmer.
  • Entfernung Teppiche und andere Staubfänger wie Vorhänge, etc.
  • Regelmässiges Staubsaugen mit allergiefreundlichem Staubsauger (HEPA Filter Stufe 11).
  • Böden feucht reinigen.
  • Klebroller für Polstergruppe oder Kleider verwenden (keine Kleiderbürste).
  • Ev. Einsatz eines Luftreinigers mit HEPA Filter Stufe 11 - entfernt 95% aller Staubpartikel aus Luft.

Alltagstipps bei Hausstaubmilben-Allergie

  • Milben sind harmlose, winzige Spinnentierchen, die nur unter dem Mikroskop sichtbar sind. 0,3mm gross.
  • Sie ernähren sich von Hautschuppen von Menschen und Tieren.
  • Hauptallergen: Milbenkot kann allergische Reaktionen auslösen.
  • Leben dort, wo genügend Nahrung ist und feucht-warm: im Bett, Sofa, Teppich etc. 

Wohnung

  • Während der Heizperiode eine relative Luftfeuchtigkeit von nicht über 50 %, die Raumtemperatur im Schlafzimmer nicht über 18 °C, im Wohnzimmer 19-21°C. Hygrometer zur Messung verwenden.
  • Alle Räume regelmässig kurz lüften – besonders bei kaltem Wetter
  • Keine Grünpflanzen im Schlafzimmer
  • Keine Haustiere in der Wohnung
  • Keine Teppiche oder nur solche aus Kunstfasern

Bett

  • Milbenallergendichte Matratzenüberzüge verwenden. Erhältlich in unserem Online-Shop
  • Kissen und Duvets: Sollten waschbar sein.
    • Monatlich waschen bei mind. 60 °C und gut trocknen lassen.
    • Sonst: milbenallergendichte Überzüge verwenden.
  • Bettwäsche 1x Woche waschen bei 60 °C.
    • Wolldecken ersetzen durch Kunstfaser-Decken und monatlich waschen bei 60 °C.
  • Nicht mit nassen Haaren ins Bett (Feuchtigkeit).
  • Stofftiere über Nacht ins Gefrierfach legen und danach waschen bei 30-60 Grad.

Putzen

  • Staubfänger (schwere Gardinen, Teppiche, nicht waschbare Stofftiere) entfernen.
  • Optimal sind Böden, die man feucht reinigen kann (Parkett, Laminat, PVC).
  • Wohnung feucht reinigen anstelle von trocken Staubwischen.
  • Staubsauger mit Auslassmikrofilter (HEPA-Filter Kat. E11) verwenden.
  • Am besten übernehmen Allergiker diese Haus-Arbeit nicht.

Ferien

  • In Europa: Orte über 1200 m ü. M. sind wegen der trockenen, kalten Luft milbenarm
  • Ferien im Gebirge sind deshalb empfehlenswert
  • Ausserhalb Europas herrschen auf dieser Höhe andere klimatische Verhältnisse

Allergien gegen Schimmelpilze

  • Schimmelpilzsporen sind alltägliche Bestandteile der Aussenluft und gelangen durch Fenster in Wohnräume.
  • Schimmelpilze gedeihen nur auf feuchten und kühlen Wänden/Materialien: Badezimmer, Schlafzimmer, Küche etc.
  • Häufigste gesundheitliche Folgen von Feuchtigkeit und Schimmel in Wohnräumen:
    • Atemwegsreizungen, Husten, chronische Bronchitis, Asthma
    • Augenreizungen
    • Hautreizungen
  • Schimmel vorbeugen: viel lüften und rechtzeitig heizen.
  • Schimmel entfernen: sich informieren (z.B. Broschüre Vorsicht Schimmel von BAG) und bitte Fachmann beiziehen (z.B. Maler und Gipser oder Fachmann für Bauschäden).

Reize, die Atembeschwerden auslösen können...

 

  • Chemische Dämpfe / Reinigungsmittel: Maske tragen, keine Sprays verwenden
  • Rauch von Feuer oder Zigaretten: Rauch vermeiden, auch Passivrauch, richtig anfeuern
  • Kalte Luft / Nebel: Atem mit Schalt vor Mund und Nase
  • Ozon / Hitze / Feuchtigkeit: Keine anstrengenden Tätigkeiten in der Hitze, hohe Ozonbelastung meiden, Ferien-Gebiet bewusst wählen
  • Infekte: Wettergerechte Kleidung, Gesunder Lebensstil, Menschenmengen während Erkältungszeit meiden
  • Körperliche Anstrengung: Aufwärmen, langsam steigern, auslaufen
  • Stress: Gutes Zeitmanagement, Bewegung reduziert Stress

 

 

Alle Informationen können hier zusammengefasst als PDF heruntergeladen werden. Bei Fragen dürfen Sie uns jederzeit kontaktieren. Gerne empfehlen wir Ihnen in diesem Zusammenhang auch die AHA, das Allergiezentrum Schweiz.