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Erhöhungen der Tabaksteuer sind nötig

Morgen behandelt der Nationalrat die Änderung des Tabaksteuergesetzes. Nicht vorgesehen ist eine Erneuerung der Kompetenz des Bundesrates zur Erhöhung der Tabaksteuer. Dies bedauern die Krebsliga Schweiz, die Lungenliga Schweiz, die Schweizerische Herzstiftung, Sucht Schweiz und die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz. Denn hohe Tabaksteuern stellen eine wirksame und kostengünstige Präventionsmassnahme dar.

Eine zehnprozentige Preiserhöhung für Zigaretten führt zu einer durchschnittlichen Verringerung des Zigarettenkonsums um rund vier Prozent. Bei Kindern und Jugendlichen ist diese Zahl sogar noch höher.

In den vergangenen fünf Jahren wurden die Zigarettenpreise mehrmals erhöht. Für mehr als die Hälfte des Aufschlags ist die Tabakindustrie verantwortlich, weniger als die Hälfte waren Steuererhöhungen durch den Bund. Zum letzten Mal hat der Bundesrat die Tabaksteuer im Jahr 2013 um zehn Rappen angehoben. Damit hat er seine Kompetenz zur Erhöhung der Tabaksteuer auf Zigaretten ausgeschöpft.

Morgen behandelt der Nationalrat eine Änderung des Tabaksteuergesetzes. Aufgrund der Vernehmlassung hat der Bundesrat darauf verzichtet, die Kompetenz zur Erhöhung der Tabaksteuer in die Vorlage aufzunehmen. Einen Antrag, der diese Kompetenz einfügen will, lehnte die vorberatende Kommission ab. Die fünf Organisationen rufen die Nationalrätinnen und Nationalräte dazu auf, der Kommissionsminderheit zu folgen und den Antrag anzunehmen.


Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention:
Thomas Beutler, wissenschaftlicher Mitarbeiter, 031 599 10 20, info@STOP-SPAM.at-schweiz.ch

Lungenliga Schweiz:
Elena Strozzi, Bereichsleiterin Politik und Prävention, 079 555 33 79, e.strozzi@STOP-SPAM.lung.ch

Sucht Schweiz:
Irene Abderhalden, Direktorin, 021 321 29 81, iabderhalden@STOP-SPAM.suchtschweiz.ch

Krebsliga Schweiz:
Flavia Nicolai, Leiterin Medienstelle, 031 389 94 13, flavia.nicolai@STOP-SPAM.krebsliga.ch