Als Feinstaub bezeichnet man ein Gemisch aus festen und flüssigen Teilchen in der Luft. Sie unterscheiden sich in ihrer Grösse, Form, Herkunft und Entstehung sowie in der chemischen Zusammensetzung und den physikalischen Eigenschaften. Staubteilchen mit einem Durchmesser von weniger als 10 µm (Mikrometer) bezeichnet man mit PM10 (Particulate Matter), solche mit weniger als 2,5 µm Durchmesser demnach mit PM2.5.
Man unterscheidet grundsätzlich zwischen zwei Arten von Partikeln: Die einen werden direkt in die Atmosphäre abgegeben (primäre Partikel aus Russ, Abriebpartikel), die anderen entstehen erst in der Luft durch chemische Prozesse aus anderen Substanzen (sekundäre Partikel, bilden sich aus Ammoniak, Schwefeldioxid, Stickstoffoxide).
Hauptquellen des Feinstaubs sind der Strassenverkehr, die Haushalte, das Baugewerbe sowie die Land- und Forstwirtschaft. Besonders hoch sind die Feinstaubkonzentrationen im Winter, wenn zum Feinstaub vom Verkehr noch Emissionen von Heizungen dazukommen und gleichzeitig eine geschlossene Nebeldecke über dem Mittelland liegt.
Je kleiner die eingeatmeten Feinstaubpartikel sind, umso tiefer gelangen sie in die Lunge. Ultrafeine Partikel, wie sie auch von Dieselmotoren freigesetzt werden, können sogar in den Blutkreislauf gelangen.
Eine akut erhöhte Partikelbelastung führt zu:
Eine chronisch erhöhte Partikelbelastung führt zu:
In Zeiten grösserer Feinstaubbelastung auf intensivere sportliche Betätigung an Strassen verzichten. Menschen mit Herz- und Lungenleiden sollten Örtlichkeiten mit starker Belastung meiden (Tunnels, Strassenschluchten, stark befahrene Strassenabschnitte, Tiefgaragen, verrauchte Innenräume).
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