Natürliches Ozon, das in den höheren Luftschichten (der Stratosphäre) vorkommt, schützt uns vor der schädlichen UV-Strahlung. Am Boden ist das Ozon jedoch ein aggressives Reizgas. Es entsteht bei intensiver Sonneneinstrahlung aus Stickoxiden (NOx) und Luftsauerstoff (O2). Flüchtige organische Verbindungen (VOC), wie zum Beispiel Lösungsmitteldämpfe, intensivieren und beschleunigen diesen Prozess. Solche Situationen treten im Sommer vermehrt auf und sind unter der Bezeichnung "Sommersmog" bekannt.
Die Luftreinhalteverordnung toleriert jährlich nur eine einzige Überschreitung während einer Stunde des Stundenmittelwertes von 120 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter.
Die Stickoxide stammen vor allem vom motorisierten Verkehr, Flüchtige organische Verbindungen bei Verbrennungsprozessen und beim Tanken ohne Gasrückführungssysteme.
Die Empfindlichkeit auf hohe Ozonwerte ist abhängig von der Konzentration, der Dauer und der körperlichen Anstrengung.
Ozon
Eine generelle Empfehlung, sich bei hohen Ozonwerten nicht im Freien aufzuhalten, ist nicht nötig. Es ist aber Folgendes zu beachten: Körperliche Aktivitäten im Freien sind bei hoher Ozonbelastung im Frühling und Sommer auf den Morgen oder den späten Abend zu verlegen. Personen mit wiederholten Beschwerden sollten einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen, um die Symptome abklären zu lassen.
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