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Neubau / Umbau

Bereits bei der Planung eines Neubaus oder eines Umbaus sind Überlegungen zur Gesundheit angebracht. Sie betreffen die Radonbelastung in den Innenräumen, Schadstoffquellen bei neuen Möbeln, Anstrichen und verwendeten Baumaterialien sowie eine genügende Frischluftzufuhr. Bei einem Umbau können zusätzlich Schadstoffe durch die Bauaktivitäten feigesetzt werden.

Schadstoffbelastungen bei Neubauten

Mit der Wahl von formaldehydfreien Holzmaterialien sowie lösungsmittelfreien Farben, Lacken und Reinigungsmitteln kann die Freisetzung gesundheitsschädigender Schadstoffe vermieden werden.

Formaldehyd

Formaldehyd wird für die Produktion von Spanplatten und andere verleimte Holzwerkstoffe verwendet. In Innenräumen entsteht Formaldehyd zudem bei unvollständigen Verbrennungsprozessen wie beim Rauchen oder beim Abbrennen von Räucherstäbchen.  

 

Erhöhte Konzentrationen führen zu Reizungen der Augen, Nase und des Rachens. Es können Beschwerden wie Kopfschmerzen, Müdigkeit und Unwohlsein auftreten. Eine Exposition über längere Zeit schädigt die Lungenfunktion und erhöht das Risiko von chronischen Atemwegs- und Tumorerkrankungen.  

 

Detaillierte Informationen zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Formaldehyd und zu Massnahmen, wie Sie sich davor schützen können.  

Flüchtige organische Verbindungen, VOC

Flüchtige organische Verbindungen (VOC) kommen häufig in Farben, Lacken und Reinigungsmitteln vor und werden bei deren Verdunstung freigesetzt. Sie tragen zur Belastung der Innenraumluft bei, richten aber auch Schaden in der Aussenluft an: unter Einfluss von Sonneneinstrahlung sind VOC an chemischen Reaktionen beteiligt, beispielsweise an der Bildung von bodennahem Ozon.

 

VOC reizen Nase und Hals und können zu allergischen Hautreaktionen, Atembeschwerden, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Asthma führen. Benzol als bekanntester Vertreter der VOC kann Leukämie verursachen.Um Belastungen mit VOC von vorn herein zu vermeiden, sollten nur lösungsmittelfreie Produkte verwendet werden.

Radon

Radon ist ein natürliches, radioaktives Gas. Es dringt durch undichte Stellen in Untergrund und Keller in das Gebäude ein und kann die Raumluft belasten. Die Strahlenbelastung von Radon in der Lunge kann zu Lungenkrebserkrankungen führen. Bei einer Radonbelastung können bauliche Massnahmen, sowohl bei einem Neubau, als auch bei einem bestehenden Gebäude, Abhilfe schaffen.  

Schadstoffbelastungen bei Umbauten

Weichmacher (PCB) und Asbestfasern sind heute in der Schweiz verboten. Bei Umbauten und Renovationen in älteren Gebäuden ist es aber möglich, dass die Schadstoffe in die Raumluft gelangen. Bei Verdacht auf Verwendung dieser Materialien, empfiehlt sich eine Raumluftanalyse (Weichmacher) oder eine Analyse einer Materialprobe (Asbest).

Weichmacher

PCB wurden zur Isolation in Kondensatoren und Transformatoren, aber auch in Lacken, Harzen, Kunststoffen, Druckerfarben, Klebstoffen und in dauerelastischen Fugendichtungsmassen verwendet.  

 

Die Aufnahme von grösseren Mengen PCB über den Magen-Darm-Trakt, die Haut oder die Lunge führt zu akuten Beschwerden der Haut, verursacht Leber-, Milz- und Nierenschäden und schwächt das Immunsystem.  

 

Detaillierte Informationen zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Weichmachern.  

Asbest

Die Verwendung von Asbest ist in der Schweiz seit 1990 verboten. Bereits eine geringe Konzentration von Asbeststaub in der Luft kann die Entstehung von Krebserkrankungen der Lunge fördern.

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