Auch Staub und Schimmel belasten die Raumluft mit Schadstoffen. Durch regelmässiges Staubwischen/-saugen und eine regelmässige gute Durchlüftung kann in vielen Fällen bereits Abhilfe geschaffen werden. Trotzdem sind teilweise weitere Abklärungen nötig, insbesondere bei Schimmelbefall.
Feuchtigkeit und Wärme begünstigen das Wachstum von Schimmelpilzen. Sie kommen vor allem in der Küche, im Badezimmer und an feuchten Wänden vor. Die abgegebenen Pilzsporen bergen gesundheitliche Risiken. Sie reizen Augen, Atemwege und die Haut. Die Reizung der Atemwege kann zu einer chronischen Bronchitis oder zu Asthma führen. Es können sich Allergien entwickeln. Insbesondere für Personen mit geschwächtem Immunsystem sind Schimmelpilze gefährlich, da die Gefahr von Infektionen besteht. Schimmelbewuchs sollte vorsorglich und rasch fachgerecht entsorgt werden.
Detaillierte Informationen zu den gesundheitlichen Auswirkungen und Massnahmen zur Kontrolle der Luftfeuchtigkeit in Innenräumen
Weiterführende Informationen: Lungenliga Broschüre „Wohnen mit allergischem Asthma“
Staub entsteht in jeder Wohnung. Zum gesundheitlichen Problem können Staubmilben, Staub von Druckern und Staub als Träger von Schadstoffen (z.B. Asbest, Radon) werden. Regelmässiges Staubwischen und -saugen können allfällige gesundheitliche Risiken bereits massgeblich reduzieren. Stoffwechselprodukte von Hausstaubmilben können allergische Reaktionen wie chronischer Schnupfen, Niesreiz, gerötete Augen, Hautekzeme und Asthma auslösen. Zusätzlich zum Staubwischen können milbenallergendichte Bezüge beispielsweise für Matratzen, Kissen und Decken Abhilfe schaffen.
Detaillierte Informationen zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Hausstaub.
Beim Betrieb von Laserdruckern oder Kopiergeräten werden verschiedene gesundheitsgefährdende Stoffe abgegeben (Feinstaub, Ozon, flüchtige organische Verbindungen). Diese Substanzen können bei hoher Belastung zum gesundheitlichen Problem werden: Es treten Atemwegsbeschwerden, Kopfschmerzen und Augenrötungen auf. Bei chronischem Verlauf sind Asthma- und Lungenerkrankungen möglich. Achten Sie bei der Platzierung des Druckers darauf, dass die Abluft nicht direkt zu Ihnen gelangt und schalten Sie den Drucker bei Nichtgebrauch vollständig aus. Platzieren Sie Ihren Drucker nicht im Schlafzimmer.
Detaillierte Informationen zu Massnahmen zur Vermeidung der Belastung aus Druckergeräten.
Pollen können auch in der Raumluft zum Problem werden. Insbesondere Menschen mit Allergien und Asthmaerkrankungen sind besonders stark betroffen. Eine Pollenallergie macht sich mit Reizsymptomen, wie juckende Schleimhäute, Niesen, Juckreiz in Gaumen, Nase und Ohren bemerkbar und kann allergisches Asthma auslösen. Wenn eine Pollenallergie vorliegt, sollte nur am frühen Morgen oder bei Regen gelüftet werden. Zusätzlich können Pollenschutzgitter am Fenster angebracht werden. Regelmässiges Staubwischen reduziert das Risiko einer Pollenallergie. Bei betroffenen Personen kann das Staubwischen selber aber eine allergische Reaktion auslösen.
Detaillierte Informationen zu Pollen und wie Sie sich davor schützen können.
Tabakrauch ist eines der gesundheitsgefährdensten Wohngifte. Vor allem Feinstaub, Schwermetalle, VOC und Formaldehyd, insgesamt ca. 60 krebserregende Substanzen, sorgen für eine hohe Schadstoffbelastung. Auch eine gute Lüftung kann den Tabakrauch nicht vollständig aus den Wänden, Möbeln und Textilien entfernen. Rauchen Sie daher nur im Freien und nie in Innenräumen.
Jeden Dienstag 17-19 Uhr beantworten Ärztinnen und Ärzte Ihre Fragen zu Lunge und Atemwegen. Eine kostenlose Dienstleistung der Lungenliga.