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Atemübungen

Entdecken Sie die Kraft des Atems!

Ein bewusster Atem hilft, Ihren Alltag mit mehr Konzentration, Energie und Lebensfreude zu bewältigen. Denn Stress und Hektik im Alltag bewirken eine Beschleunigung und Abflachung des Atems. Diese Reaktion wirkt sich negativ auf Ihr Wohlbefinden und Leistungsvermögen aus. Einfache Übungen bringen Sie zurück zu Ihrem natürlichen Atem. Sie aktivieren damit diese zentrale Lebensfunktion und fühlen sich rasch wieder fit und gleichzeitig entspannt. Vier bedeutende Atemschulen schlagen Ihnen einfache Atemübungen vor.

Frau die auf ihren Brustkorb klopft

1. Die Durchblutung und Belüftung im Lungen- und Bronchienbereich anregen

Klopfen Sie mit lockeren Fäusten von allen Seiten auf Ihren Brustkorb. Summen Sie dazu oder singen Sie laut verschiedene Vokale: «A .... O .... U ....». Mit dem Verklingen des Tones lassen Sie Ihre Arme einfach hängen und die Einatmung geschehen.

Frau die ein Nasenloch zuhält

2. Die Schleimhaut in der Nase befeuchten

Halten Sie das eine Nasenloch zu und klöpfeln Sie auf das andere Nasenflügelchen mit dem Mittel- oder Zeigefinger. Summen Sie dabei. Das Summen versetzt die Schleimhäute in Vibration und sie werden dadurch besser durchblutet. Wenn die Melodie verklungen ist, wandert die klöpfelnde Hand zur Körpermitte, um die Einatembewegung zu spüren.

Frau in Seitenlage

3. Den Brustraum erweitern

Legen Sie sich am Boden auf die Seite und winkeln Sie die Beine an. Strecken Sie beide Arme gelassen nach vorne und legen Sie Hand auf Hand. Atmen Sie mit einem weichen „sch“...“ aus und zeichnen Sie am Boden entlang drei mal mit dem oberen Arm einen Halbkreis bis über den Kopf und wieder zurück. Die andere Hand bleibt dabei am Boden. Lassen Sie nach drei Bewegungen den Arm oben. Verweilen Sie mit lockeren Schultern in dieser Dehnstellung und spüren Sie der Einatmung nach. Lassen Sie danach den Atem wieder mit einem leicht stöhnenden Ton los. (Man kann die Einatmung mal stärker im vorderen Brustraum und dann wieder stärker im Rücken spüren). Wechseln Sie die Seite.

Frau sitzend und vorgeneigt

4. Atemübung zur Stressvorbeugung

Energie auftanken: Mit dieser Übung tanken Sie neue Energie. So können Sie dem Stress wirksam vorbeugen. Die Übung eignet sich z. B. für die Mittagspause, zur Unterbrechung der Büro- oder Hausarbeit.

  1. Nehmen Sie mit den Füssen guten Kontakt zum Boden auf, damit es Sie aufrichtet. Bereits durch leichten Fussdruck und Druck der Zehen gegen den Boden gewinnen Sie mühelos die passende Haltung.

  2. Neigen Sie sich mit gestrecktem Rücken vor. Legen Sie den Rumpf auf den Beinen ab. Beim Vorneigen singen Sie den Vokal "U" auf drei Töne abwärts.

  3. Lassen Sie Kopf und Arme gut hängen. Bleiben Sie unten und warten Sie in Ruhe die Atemreaktion ab. Richten Sie sich mit "Fussdruck" auf und atmen Sie dabei mit weichem "Sch" aus.

5. Atemübung zum Wachwerden

Federn aus den Gelenken: Durch das Federn wird der Atem angeregt. Er belebt Ihren Körper von Kopf bis Fuss und macht Sie frisch und lebendig. Machen Sie diese Übung jeden Morgen 1 bis 2 Minuten, und Sie beginnen Ihren Alltag leichtfüssig und beschwingt.

  1. Sie stehen in lockerer Körperhaltung, die Füsse parallel, hüftbreit, Knie leicht gebeugt. Fangen Sie an, sich aus den Fussgelenken zu federn, um somit alle Gelenke und Muskeln zu erreichen.

  2. Dabei heben Sie die Fersen vom Boden ab.

  3. Beim Senken berühren die Fersen den Boden sanft. Im rhythmischen Auf und Ab lassen Sie Ihren Atem kommen und gehen, wie er will.

6. Atemübung zur Harmonisierung

Wechselatmung: Diese Atmung bringt sämtliche Lebensströme ins Gleichgewicht. Sie harmonisiert die Persönlichkeit des Menschen. Geeignet ist sie in allen Pausen des Tages, in denen Sie für einen Moment abschalten und regenerieren wollen.

  1. Setzen Sie sich bequem hin, der Rücken ist aufrecht und die Schultern sind locker. Spreizen Sie jetzt den Daumen und den kleinen Finger der rechten Hand. Verschliessen Sie mit dem Daumen das rechte Nasenloch und atmen Sie links ein.

  2. Schliessen Sie nun mit dem kleinen Finger das linke Nasenloch und atmen Sie rechts aus. Atmen Sie wieder rechts ein und dann links aus. Wiederholen Sie diese Zyklen während 5 bis 15 Minuten. Atmen Sie bewusst, langsam und kaum hörbar.

7. Atemübung zur Lockerung und Erholung

Einatmen - Ausatmen: Diese Übung gibt Ihnen Erholung und Entspannung. Sie kann im Stehen (lockere Körperhaltung, Stand schulterbreit, leicht gebeugte Knie) oder im Sitzen gemacht werden. Halten Sie dabei den Körper immer locker.

  1. Halten Sie die Arme neben dem Körper. Heben Sie die Arme langsam auf Brusthöhe. Mit dem Einatmen führen Sie die Arme weit auseinander. Denken Sie: "Die Lunge öffnet sich, wird gross und nimmt viel Sauerstoff und frische Luft auf".

  2. Führen Sie mit dem Ausatmen die Arme wieder langsam nach vorne. Dabei atmen Sie aus und denken: "Die verbrauchte Luft und alles Negative fliesst mit der ausgeatmeten Luft aus dem Körper".

  3. Wiederholen Sie diese Bewegungen mehrmals. Wenn die Übung beendet ist, senken Sie langsam die Arme. Legen Sie die warmen Hände auf den Bauch. Bleiben Sie noch eine Weile in dieser Haltung.

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