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Verhaltenstipps

Pflegen Sie nicht nur Ihr Gesicht, sondern auch Ihre Atemwege.

Lüften Sie Ihre Wohn- und Büroräume öfters, damit auch die Lunge erfrischt wird. Überheizen Sie Ihr Schlafzimmer nicht. Scheuen Sie auch die kalte Luft draussen nicht, denn sie wird ja in der Nase wieder erwärmt. Warm- und Kaltwassergüsse beleben und erfrischen all Ihre Körperzellen und wenn Sie bei den Wechselduschen noch dazu singen oder jauchzen, dann hüpft auch Ihr Herz. Wagen Sie’s!

Stöhnen, Gähnen, sich strecken und räkeln

Je wohliger Sie sich räkeln, durchstrecken und dehnen wie eine Katze, desto mehr Ausgleichsmöglichkeiten schaffen Sie auch in den vegetativen Steuerungen im Körper, die ihrerseits in Wechselbeziehung zur Psyche stehen. Wenn sich angestauter Druck entlädt, dann löst sich auch der entsprechende Stau auf der Atmung. Gähnen ist nicht nur ein Zeichen von Müdigkeit, sondern vor allem Auslöser für das Abströmen von verbrauchter Luft (CO2). Die anschliessende vertiefte Einatmung bringt automatisch wieder mehr frische Luft (O2) in die Lunge.

Entspannen Sie sich!

Lassen Sie die Luft durch ein druckloses, weiches "sch" aus Ihrem Mund abströmen. Formen Sie Ihren Mund so, als würden Sie das Wort Schnee artikulieren. Spüren Sie der Entspannung im Becken nach. Führen Sie anschliessend Ihre Finger zu den Nasengrübchen und lassen Sie die frische Luft wieder durch die Nase einströmen.

 

Wiederholen Sie diese Entspannungsatmung drei Mal und wenn sich ein wohliges Gähnen meldet, lassen Sie es zu, denn damit entlasten Sie den Körper von verbrauchter Luft.

 

Beobachten Sie einen Moment in Ruhe Ihre körperlichen und seelischen Reaktionen. Fühlen Sie sich gelöster, können Sie wieder aufatmen? Haben Sie den Eindruck, dass Ihre Arme und Hände, Beine und Füsse wieder besser durchblutet und wärmer geworden sind?

 

Singen Sie laut vor sich hin

Versuchen Sie es doch einmal, wenn Sie traurig sind: Singen Sie laut und kräftig! Es ist egal, ob Sie einfach einen Song mitsingen oder ein Kinderlied vor sich «hinträllern» oder ganz spontane Melodien «komponieren». Stellen Sie sich dabei vor, dass Ihre Stimme aus dem Bauch kommt. Sie werden feststellen, dass Sie sich schon nach kurzer Zeit ruhiger und zuversichtlicher fühlen.

Atmen Sie im Alltag möglichst durch die Nase

Sie stärken damit Ihre Atemmuskeln und unterstützen Ihren Kreislauf. Die rhythmische Nasenatmung beeinflusst den Aktivitätszustand des Gehirns. Sie ist eine Konzentrationshilfe und hat eine ordnende, beruhigende Wirkung. Ist Ihre Nase oft verstopft? Ziehen Sie mit den Fingern an beiden Nasenflügeln. Sie bekommen dadurch mehr Luft. Manchmal ist dieses Weiten sinnvoll, damit die verschiedenen Nasenübungen besser durchgeführt werden können. In der Nase wird die Luftbeschaffenheit geprüft. Sie wird temperiert, befeuchtet, gereinigt und durch die Schleimhaut sogar desinfiziert. Nasenübungen unterstützen diese Funktionen.

Richtig schnäuzen, husten und niesen

Unterdrücken Sie bei einem beginnenden Schnupfen niemals den Nies- oder Hustenreiz! Niesen und richtiges Husten reinigen die Atemwege ebenso wie das Schnäuzen. Schnäuzen Sie vorsichtig, ohne grossen Druck. Halten Sie dabei stets ein Nasenloch geschlossen. Nur derjenige Schleim sollte hinausbefördert werden, der sich leicht löst. Zu starkes Pressen kann dazu führen, dass viren- oder bakterienhaltiger Schleim in die Nasennebenhöhlen oder die Ohrtrompete eindringt und dort Entzündungen hervorruft. Bei Husten verschaffen einfache Klopfübungen auf den Brustkorb Erleichterung. Der angesammelte Schleim kann leichter ausgeräuspert oder abgehustet werden. Stützen Sie sich beim Abhusten gut auf Ihren Füssen ab und halten Sie mit ihrem Unterarm den Bauch. (Hustentechnik will gelernt sein).

Mit Humor geht's leichter - lachen oder lächeln Sie sich zu!

Befreiendes Lachen löst Spannungen im Zwerchfell und gibt auch der Psyche wieder Aufschwung.

Pause machen beim Reden

Haben Sie auch schon beobachtet, dass einige Menschen (z.B. Personen in Radio und Fernsehen) geradezu nach Luft schnappen? Sie greifen dadurch in autonome Vorgänge ein und fördern eine Fehlatmung mit Verkrampfungen von Kehlkopf und Bauchmuskeln. Machen Sie genügend Pausen beim Reden. Legen Sie die einzelnen Sprechphrasen fliessend in Ihre Ausatemphase und achten Sie darauf, dass Sie die letzten Töne nicht zurückhalten, sondern schwingend, aber betont wegschicken. Sie werden feststellen, dass Sie beim Reden weniger ermüden. Zudem wird ihr Publikum aufmerksamer zuhören, weil sie Ihre Worte besser verstehen können.

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