Menschen, die vom Schlafapnoe-Syndrom betroffen sind, können mit einer CPAP-Therapie meist wieder beschwerdefrei leben. Das bedeutet: Weniger schnarchen, keine nächtlichen Atempausen, wach und fit sein.
CPAP steht für Continuous Positive Airway Pressure. Dabei leitet ein Gerät während der Nacht Luft mit leichtem Überdruck in die Atemwege.


Durch die Luftzufuhr bleiben die Atemwege geöffnet, die Betroffenen können wieder durchschlafen.
Zwei von drei Betroffenen kommen mit dieser Therapie vom ersten Tag an gut zurecht. Einige klagen in den ersten Tagen über Druckstellen durch die Nasenmaske, Angstzustände, erschwertes Ausatmen oder Trockenheit der Nasenschleimhäute. Diese Probleme verschwinden meist nach wenigen Tagen.
Etwa 15-20% der Betroffenen können sich nicht an die Therapie gewöhnen. Sie finden gemeinsam mit ihrer Fachärztin bzw. ihrem Facharzt eine alternative Behandlungsmethode. Mehr Informationen unter: Operiert wird nur im Spezialfall
Die Mitarbeitenden der Lungenliga betreuen die Betroffenen über die gesamte Dauer der Therapie. Zu Beginn der Therapie
Auch nach der Eingewöhnungszeit sind die Mitarbeitenden der Lungenliga für die Betroffenen da:
Die Fachärztin oder der Facharzt verordnet die CPAP-Therapie und überweist die Betroffenen an die Lungenliga. Im Falle einer ärztlichen Verordnung übernimmt die Grundversicherung die Kosten der CPAP-Therapie. Die Lungenliga vermietet das Gerät an die Betroffenen. Die Monatspauschale von aktuell CHF 102.- deckt die Kosten für das Gerät, das Verbrauchsmaterial sowie die Beratungsleistungen im Zusammenhang mit dem Gerät ab.
Für die CPAP-Therapie wird ein Basisgerät und eine Maske benötigt, die die Luft in die Atemwege leitet. In einigen Fällen ist zusätzlich ein Luftbefeuchter notwendig.
Die Geräte unterscheiden sich durch Lautstärke, Gewicht und Grösse. Die Patientinnen und Patienten wählen das Gerät in der Regel in Absprache mit der Fachärztin oder dem Facharzt aus. Entscheidend für den Therapieerfolg ist auch, dass die gewählte Technologie zu den Betroffenen „passt“. In der Schweiz sind vor allem constantCPAP- und autoCPAP-Geräte im Einsatz:
Das Gerät führt Luft mit konstantem Druck zu – egal ob der Atem aussetzt oder nicht. So bleiben die Atemwege stets offen. Jedoch müssen die Betroffenen gegen den Luftdruck ausatmen, was anfangs ungewohnt ist.
Solange die Betroffenen ohne Beeinträchtigung selbst atmen, erzeugt das Gerät nur einen geringen Luftdruck. So können die Betroffenen leichter ausatmen. Wenn sich der Rachen verengt oder Schnarchen einsetzt, erhöhen die Geräte selbständig den Druck und unterstützen die Atemfunktion. Die Nachteile: Das Gerät macht ein Geräusch, wenn es den Druck erhöht – Menschen mit leichtem Schlaf können davon aufwachen. Andere Betroffene erwachen, wenn der Luftdruck plötzlich steigt.
Bei diesem Gerätetyp lässt sich der Druck für Ein- und Ausatmen unabhängig einstellen. So werden die Betroffenen beim Einatmen kontinuierlich mit zusätzlicher Luft versorgt, spüren beim Ausatmen jedoch nur wenig Widerstand. Diese Geräte werden in der Schweiz nur in komplexen Fällen eingesetzt, in denen die Patientin oder der Patient Probleme mit der Akzeptanz der Therapie hat.
Die CPAP-Therapie ist nur dann erfolgreich, wenn die Betroffenen Masken benutzen, die sie optimal versorgen, ohne sie in ihren Schlafgewohnheiten zu behindern. Die Masken oder die jeweiligen Teile davon werden ein- bis zweimal pro Jahr ausgewechselt.

Die meisten Betroffenen kommen mit der Nasenmaske auf Anhieb zu recht:

Wenn Betroffene durch den Mund atmen oder Probleme mit der Nasenatmung haben, können sie die Luftzufuhr durch eine Vollgesichtsmaske sicherstellen.

Wer durch die Nase atmet, ruhig und vorwiegend auf dem Rücken schläft, ist mit dem leichten Nasenpolstersystem gut bedient. Der Nachteil: Die Nasenflügel können sich mit der Zeit ausweiten.
Durch den Luftstrom können die Nasenschleimhäute austrocknen. Salben können die unmittelbar auftretenden Beschwerden lindern. Zusätzlich lässt sich ein Luftbefeuchter an das Gerät montieren, der die Atemluft nicht nur befeuchtet, sondern auch erwärmt.
Jeden Dienstag 17-19 Uhr beantworten Ärztinnen und Ärzte Ihre Fragen zu Lunge und Atemwegen. Eine kostenlose Dienstleistung der Lungenliga.