Bei vielen Erkrankungen der Atemwege, vor allem bei Asthma, werden die Medikamente inhaliert und damit genau dorthin transportiert, wo sie wirken sollen: In die Luftröhre, in die Bronchien, in die Lungen. Dadurch wirken die Medikamente rascher als in Tropfen- oder Tablettenform. Es treten weniger Nebenwirkungen auf.
Da die Wirkstoffe beim Inhalieren genau dorthin gelangen, wo sie wirken sollen, lassen sich die Medikamente niedriger dosieren.


Die Lungenliga betreut Menschen, die ein Inhalationsgerät verwenden. Zurzeit sind dies etwa 30'000 Personen – vorwiegend Säuglinge, Kleinkinder und ältere Menschen, die kein Dosieraerosol und keinen Pulverinhalator verwenden können (Koordinationsprobleme, Schwäche).
Die Mitarbeitenden der kantonalen Ligen
Oft sind es Kleinigkeiten, die dazu führen, dass Medikamente nicht wie vorgesehen wirken oder gar Notfälle eintreten. Wichtig ist:
Die Ärztin oder der Arzt verordnet die Inhalationstherapie und überweist die Betroffenen an die Lungenliga. Im Falle einer ärztlichen Verordnung übernimmt die Grundversicherung die Kosten der Inhalationstherapie. Die Lungenliga vermietet das Gerät für sechs Monate. Ist eine Langzeittherapie angezeigt, kaufen die Betroffenen das Gerät, und die Krankenkasse übernimmt die Kosten.
Welches System für die Therapie in Frage kommt, hängt weitgehend vom Alter und vom Gesundheitszustand, respektive der Koordinationsfähigkeit und dem Atemzugsvolumen der Betroffenen ab.
Dosieraerosole und Pulverinhalatoren erhalten die Betroffenen von ihrer Ärztin oder ihrem Arzt oder in der Apotheke. Die Lungenliga berät die Betroffenen im Umgang mit dem Gerät und beantwortet Fragen.
Inhalationsgeräte stellt die Lungenliga aufgrund der ärztlichen Verordnung zur Verfügung.
Das Dosieraerosol ist ein mit Treibgas gefüllter handlicher Behälter. Mit jedem Sprühstoss gibt er eine genaue Menge des Wirkstoffes in fein vernebelter oder zerstäubter Form ab.
Wichtig: Die Betroffenen müssen in der Lage sein, Sprühstoss und Einatmung exakt zu koordinieren
Der Pulverinhalator gibt den Wirkstoff genau dosiert als feines Pulver ab, wenn die Betroffenen einatmen.
Auf diese Weise ist keine Koordination zwischen Sprühstoss und Einatmung nötig. Allerdings müssen die Betroffenen kräftig einatmen können (ausreichendes Atemzugvolumen), um das Pulver aufzunehmen.

Inhalationsgeräte bestehen aus einem Kompressor und einem Vernebler. Das Medikament wird in den Vernebler eingefüllt und dann durch die vom Kompressor erzeugte Druckluft in feinste Tröpfchen zerstäubt. Der Vernebler ist mit einem Mundstück oder einer Maske versehen, durch den die Betroffenen das Aerosol einatmen.
Inhalationsgeräte funktionieren auch dann, wenn die Betroffenen zu klein, zu schwach oder aus anderen Gründen nicht in der Lage sind, andere Hilfsmittel zu benutzen. Für die Verneblung von Antibiotika sind ausschliesslich Inhalationsgeräte geeignet.
Jeden Dienstag 17-19 Uhr beantworten Ärztinnen und Ärzte Ihre Fragen zu Lunge und Atemwegen. Eine kostenlose Dienstleistung der Lungenliga.