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Mechanische Heimbeatmung

Erkrankungen, welche mittels mechanischer Heimbeatmung behandelt werden müssen

Die Beatmung zu Hause kommt bei Kranken zum Einsatz, die an chronischer Unterbelüftung (Hypoventilation) leiden. Das heisst: Die eigene Atmung ist durch eine vorübergehende oder definitive Störung des Nervensystems oder der Atemmuskulatur so stark behindert, dass die Atemarbeit nur durch eine Unterstützung mit einem Beatmungsgerät sichergestellt werden kann.

 

Als mögliche Indikation für die mechanische Heimbeatmung gilt ungenügende Atemleistung bei neuromuskulären Erkrankungen - das sind Krankheiten, bei denen die Muskeln oder die dazugehörigen Nerven angegriffen sind - sowie bei Skelett-, Rippenfell- und Lungenschädigungen.

 

Chronische Unterbelüftung führt zu Symptomen wie Müdigkeit, Schlafstörungen, Leistungsabfall und Konzentrationsunfähigkeit, Reizbarkeit und Depressionen, intellektuellem Abbau und Gedächtnisstörungen sowie zur Tendenz, tagsüber einzuschlafen (Hypersomnie). Aber auch Symptome im Herz-Kreislauf wie Vergrösserung des rechten Herzens mit Venenstauung (cor pulmonale) oder Vermehrung der roten Blutkörperchen (Polyglobulie) sind die Folge.

 

Therapieziel: Behebung der Hypoventilationsfolgen

Von einer Übernahme der zeitweisen oder dauernden Funkton der erschöpften Atemmuskulatur durch ein Beatmungsgerät können folgende Resultate erwartet werden:

  • Eine Verbesserung der Lebensqualität. Die Wirksamkeit der Beatmung zeigt sich rasch, indem die störenden Folgen einer ungenügenden Sauerstoffversorgung innert Tagen bis Wochen verschwinden.
  • Eine Verlängerung der Lebenserwartung, sofern die Prognose durch die Unterbelüftung und deren Folgen bestimmt ist.
  • Weniger häufig Bronchitis und Lungenentzündung sowie Verminderung der Anzahl Spitalaufenthalte.
  • Rückbildung oder Verminderung der Atemnot, entweder durch zeitweise Ruhigstellung der Atemmuskulatur oder durch permanente Übernahme der Atemarbeit.
  • Verhinderung von Invalidität und Arbeitsunfähigkeit, sofern die Hypoventilation frühzeitig erkannt und die Beatmung rechtzeitigt eingesetzt wird.
  • Rückbildung und Vorbeugung von Bluthochdruck im Lungenkreislauf (pulmonalarterielle Hypertonie).

Das Funktionsprinzip der Heimventilatoren

Diese Geräte pumpen das benötigte Gasvolumen direkt in die Atemwege. Es handelt sich um volumengesteuerte Beatmungsgeräte. Das Atemgas, meist Zimmerluft, wird via Nasenmaske oder über einen direkt in die Luftröhre eingelegten kleinen Plastik-Katheter (transtrachealer Katheter) der Lunge zugeführt. Die Therapieform ist allerdings auch mit den modernen Geräten für den Kranken und seine Angehörigen anspruchsvoll.

 

Heimventilatoren

Sie sind die modernen Nachfolger der "eisernen Lunge" und übernehmen bei schwer Lungenkranken die Arbeit der erschöpften Atemmuskulatur. Dank der Beatmung zu Hause kann oft auf eine stationäre Behandlung im Spital verzichtet werden, was natürlich stark zur Lebensqualität der Betroffenen beiträgt.

Heimbeatmung
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