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Dienstag 16. November 2010 15:15Alter: 2 yrs

Grosses Interesse am Schlafapnoe-Forum 2010 der Lungenliga Luzern-Zug

Medienmitteilung der Lungenliga Luzern-Zug

Die Referenten

Über 150 Zuhörerinnen und Zuhörer haben am vergangenen Samstag das Schlafapnoe-Forum der Lungenliga Luzern-Zug besucht. Dieses grosse Interesse zeigt, dass die Schlafapnoe immer mehr zum Thema wird. Daneben sprechen die Zahlen Klartext. Bereits 1600 Klienten nehmen alleine in den Kantonen Zug und Luzern Therapie in Anspruch und die Zahl von Neuabgaben von Therapiegeräten steigt immer noch an.

 

Im Referat von Dr. Werner Karrer, Chefarzt Höhenklinik Montana, erhielten die Zuhörerinnen und Zuhörer profunde Informationen aus ärztlicher Sicht zum Thema Schlafapnoe. Diese neue Krankheit kennt man erst seit rund 30 Jahren. Deshalb sind auch noch viele Schlafapnoen unbehandelt. Bei der Schlafapnoe setzt die Atmung immer wieder aus, bei gewissen Patienten bis zu mehreren hundert Mal pro Nacht. Durch den Sauerstoffabfall erhalten die Patienten einen Weckreiz, damit sie wieder atmen. Erholung ist so gar nicht mehr möglich. Die Folgen können aber dramatisch sein: Hoher Blutdruck, Angina pectoris, Herzinfarkt, Hirnschlag. Gedächtnisprobleme, Verkehrsunfälle, hormonelle und psychosoziale Probleme. Eine ärztliche Abklärung lohnt sich also für alle, die am Morgen wie gerädert aufstehen und einen gestörten Schlaf haben, Tagesschläfrigkeit verspüren und eine Abnahme der Arbeitsfähigkeit bemerken.

 

Wie lebt es sich mit Schlafapnoe?

Ein Betroffener Schlafapnoeiker, Roman Cavegn aus Baar, schilderte eindrücklich seine Erfahrungen mit der Krankheit. Bereits zehn Jahr vor der Diagnose litt er an massiven Schlafproblemen. Jede Nacht hatte er das Gefühl, gar nie geschlafen zu haben. Am nächsten Morgen fühlte er sich gerädert, war unkonzentriert, litt an Bluthochdruck und hatte Gewichtsprobleme. Roman Cavegn musste gar seinen Beruf als Flight Attendant aufgeben, da er glaubte, dass die Schlafprobleme auf die Fliegerei zurückzuführen seien. Eine Abklärung im Schlaflabor ergab dann, dass seine Atmung im Schnitt 27 Mal pro Stunde aussetzte. Kein Wunder also, dass er keinen erholsamen Schlaf geniessen konnte. Mit der Therapie erhöhte sich seine Lebensqualität sofort. Er hat wieder mehr Lebensfreude, macht mehr Sport und nimmt jetzt auch seine Gewichtsprobleme in Angriff. Mit der Therapie kam glücklicherweise auch der Blutdruck wieder runter. Regelmässig nimmt er für die Beratung und Maskenanpassung die Dienste der Lungenliga Luzern-Zug in Anspruch und ist damit sehr zufrieden.

 

Geweckt von unruhigen Beinen

Dr. Max Wiederkehr, Belegarzt Klinik St. Anna Luzern, beschreibt in seinem Vortrag das Restless Legs Syndrome, eine sensorische Krankheit. Auch diese Krankheit stört den Schlaf massiv durch das Spannungsgefühl und das Kribbeln oder Stechen in den Beinen. Eine Besserung empfinden die Patienten nur, wenn sie sich bewegen. So ist die Schlafarchitektur gestört. Obwohl das Restless Legs Syndrome bereits 1685 erstmals in den medizinischen Artikeln erwähnt wurde, ist diese Krankheit noch nicht gut behandelt. Vom Beginn der Symptome bis zur Diagnose vergehen im Schnitt 23 Jahre. Gemäss Wiederkehr sind dies 23 verlorene Jahre, da es gute Therapiearten gibt.

 

Warum braucht der Mensch Schlaf?

Was ist eigentlich erholsamer Schlaf? Und warum müssen wir Menschen überhaupt schlafen? Werner Karrer konnte auf das Warum keine Antwort geben, allerdings ist klar, dass der Schlaf lebensnotwendig ist. Die normale Schlafdauer beträgt zwischen sechs und neun Stunden. Karrer macht in seinem Referat hält fest, dass der Mittagsschlaf durchaus seine Berechtigung hat. Dieser bietet eine gute Regerationszeit während des Tages. Weitere Tipps für eine gute Schlafhygiene von ärztlicher Seite: Regelmässige Schlafenszeiten und Sport, leichte Abendessen und keinen Alkohol und kein Koffein vor dem Schlafen gehen. Auch ein Bettmümpfeli kann einen guten Schlaf fördern, Schokolade beinhaltet nämlich eine Substanz, die den Schlaf anstösst.

 

Lungenliga Luzern-Zug

Die Lungenliga Luzern-Zug organisiert für Schlafapnoeiker Erfahrungsaustauschgruppen. Diese treffen sich in zwei bis vier Treffen pro Jahr in Luzern oder Zug. Zudem bietet die Lungenliga Luzern-Zug als neue Dienstleistung Schulungen in Unternehmen zum Thema Schlafapnoe an. Dazugehört auch der Schlafapnoe-Risikotest.

Mehr Informationen finden Sie unter www.lungenliga-lu-zg.ch

 

Conny Bloch

Stv. Geschäftsführerin Lungenliga Luzern-Zug

Schachenstrasse 9

6030 Ebikon

Telefon 041 429 31 10

info@STOP-SPAM.lungenliga-lu-zg.ch