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Schweiz
In den Industrieländern steigt die Zahl der Lungenkrebserkrankungen seit Jahren. Allein in der Schweiz erhalten jedes Jahr 3'600 Menschen die Diagnose Lungenkrebs und 2'800 Menschen sterben daran, so viele wie bei keiner anderen Krebserkrankung. Lungenkrebs kann jeden treffen – immer mehr auch Frauen, die auch als Nichtraucherinnen anfälliger auf die Krankheit sind. Dies bestätigen Beobachtungen von Dr. med. Miklos Pless, Co-Chefarzt und Leiter der Medizinischen Onkologie und des Tumorzentrums im Kantonsspital Winterthur. Er setzt sich zusammen mit den beiden anderen Mitgliedern des Ärztekomitees, Dr. med. Solange Peters aus Lausanne und Dr. med. Francesco Zappa aus Lugano, für die Bekanntmachung des Lungenkrebsmonats in allen drei Landesteilen ein: „Wir haben nach wie vor sehr viele Lungenkrebskranke in der Schweiz und niemand weiss davon bzw. niemand spricht darüber. Das muss sich ändern.“
Tabu brechen
Noch immer ist Lungenkrebs ein Tabuthema, Betroffene sprechen nur ungern über ihre Krankheit. Oft fühlen sich Raucher, die mit der harten Diagnose Lungenkrebs konfrontiert werden, schuldig und trauen sich nicht, ihr Recht auf Behandlung einzufordern. „Deshalb müssen wir den Dialog fördern, Betroffenen ihre Scham nehmen“, erklärt Dr. med. Solange Peters, Cheffe de clinique am Interdisziplinären Krebszentrum des Universitätsspitals Lausanne, „nur so können wir zur Prävention beitragen und andere Raucher vor dem-selben Schicksal bewahren.“ Mit Patientenveranstaltungen, Ärztefortbildungen und weiteren Events will das Ärztekomitee gegen die Stigmatisierung von Lungenkrebserkrankten vorgehen.
„Light for Life“ – Ein Lichtermeer der Solidarität
Unterstützt wird das Ärztekomitee von der Patientenorganisation Forum Lungenkrebs und der Lungenliga Schweiz. Neben der Aufklärung der Öffentlichkeit berät die Patientenorganisation die Betroffenen in allen Aspekten der Krankheit und erleichtert ihnen – wo möglich – den Zugang zu modernen Therapien, um ihnen zu einem ansatzweise beschwerdefreien Leben zu verhelfen. Am 17. November 2009 wird mit der Kerzenaktion „Light for Life – Licht fürs Leben“ auf dem Marktplatz in Basel mit Kerzen ein Lichtermeer
der Solidarität entfacht. Die ersten Kerzen werden ab 15.30 Uhr angezündet, um 18.30 Uhr gibt es eine Schweigeminute als Zeichen der Solidarität mit den Betroffenen. – Das Forum Lungenkrebs lädt herzlich dazu ein, daran teilzunehmen. Weitere Informationen zum Anlass sind auf www.forum-lungenkrebs.ch zu finden.
Solidarität zeigen mit Kranich-Pin
Eine japanische Legende besagt, dass demjenigen, der 1'000 Origami-Kraniche faltet, ein Wunsch erfüllt wird. Doch nicht nur in Japan, auch in anderen Kulturen gilt der Kranich als Zeichen der Hoffnung und des Glücks – und ist damit ein greifbares Symbol für Krebspatienten, um ihren ungebrochenen Lebenswillen zum Ausdruck zu bringen. Jeder Schweizer und jede Schweizerin kann sie dabei unterstützen, indem er/sie im November den Kranich-Pin trägt. Dieser kann kostenlos bei der Lungenliga Schweiz unter www.lung.ch bezogen werden.