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Aktuell

Für mehr Lebensqualität rund um die Uhr

Infotag Schlafapnoe -- Die Lungenliga beider Basel lud am vergangenen Samstag zum Infotag Schlafapnoe ins Kongresszentrum Basel ein. Rund 200 Betroffene und deren Angehörige nutzten die Gelegenheit und profitierten von Expertenwissen aus erster Hand sowie von Tipps und Tricks für mehr Lebensqualität rund um die Uhr.

Der Infotag stand ganz im Zeichen von mehr Lebensqualität rund um die Uhr. Atemaussetzer in der Nacht führen zu grosser Tagesmüdigkeit und einer Einschlafneigung, die den Alltag von Betroffenen stark beeinflussen. Richtig diagnostiziert, kann Schlafapnoe jedoch gut therapiert werden. Welche diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten bestehen, zeigte PD Dr. Ladina Joos Zellweger, Leitende Ärztin Pneumologie im St. Claraspital, in ihrem Publikumsvortrag auf. Wie Betroffene mittels guter Schlafhygiene zu einem gesunden Schlaf finden, darüber informierte Dr. Helen Christina Slawik, Oberärztin und Leiterin Schlaflabor und Schlafambulanz an der Universitären Psychiatrischen Klinik Basel. Beide Referentinnen waren sich einig, dass mit der CPAP-Therapie eine wesentliche Verbesserung der Lebensqualität erreicht werden kann. «Ohne Eigenverantwortung und das konsequente Tragen der Maske in der Nacht geht es aber nicht», appellierte Dr. Helen Christina Slawik an das Publikum.

 

Fragen aus dem Alltag

Konkrete Tipps für den Alltag erhielten die Teilnehmenden in vier Workshops mit Profis aus der Praxis. Wie bereite ich mich gut auf das Reisen mit einem CPAP-Gerät vor? Wie kann ich meine Vitalität im Alltag steigern? Wie profitiere ich vom Telemonitoring? Wie kann ich unschöne Abdrücke der CPAP-Maske kaschieren? Auf besonderes Interesse stiess das Thema Vitalität durch Bewegung und Ernährung. Übergewicht ist einer der Risikofaktoren, die eine Schlafapnoe begünstigen. Der Infotag schloss mit einer Talkrunde ab, die den Teilnehmenden die Möglichkeit bot, Fragen zu stellen und Expertenwissen aus erster Hand zu erfragen.

 

(Infobox)

Oft müde am Tag? Der Schlafapnoe-Risikotest hilft weiter

Unter Schlafapnoe, also Atemaussetzern in der Nacht, leiden in der Schweiz 150 000 Menschen, doch nur ein Drittel davon ist deswegen in Behandlung. Wer nachts schnarcht und tagsüber extrem müde ist, sollte abklären lassen, ob im Schlaf der Atem manchmal still steht. Denn die Tagesmüdigkeit mit Einschlafneigung führt oft zu gefährlichen Situationen im Verkehr oder beim Bedienen von Maschinen. Schlafapnoe kann mit wenigen Ausnahmen nicht geheilt werden. Mit der CPAP-Therapie (continuous positive airway pressure) verschwinden die Beschwerden meist rasch. Das CPAP-Gerät leitet einen sanften Luftstrom in eine Nasenmaske, welche die Betroffenen während der Nacht tragen.

Schlafapnoe-Risikotest: llbb.ch/test

 

Bildlegenden

Bild 1: Beraterinnen der Lungenliga beider Basel informierten die Besucher über die neusten Masken und Geräte.

 

Bild 2: Ein Expertenteam beantwortete in einer Talkrunde Fragen aus dem Publikum (Dr. Roman Geeser, Betroffener und Vizepräsident der Lungenliga beider Basel; Dr. Helen Christina Slawik, Oberärztin und Leiterin Schlaflabor und Schlafambulanz an der Universitären Psychiatrischen Klinik Basel; Anne Tschacher, Oberärztin Pneumologie im Kantonsspital Baselland Liestal; Susann Laue, Leiterin Fachbereich CPAP der Lungenliga beider Basel; Sophia Siegenthaler, Moderatorin, v.l.n.r.).

 

Bild 3: Die Teilnehmer erhielten im Workshop von Profis Tipps zum Kaschieren von Maskenabdrücken am Morgen danach.

 

Fotos: Pino Covino