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Wenn im Schlaf die Atmung aussetzt

Auf einmal setzt nachts der Atem aus. Der Atemaussetzer führt beim Betroffenen zu einem nach Luft ringen und die Atmung kommt erst mit einigen hektischen Luftschnappbewegungen wieder in Gang. Anschliessend fällt der Betroffene direkt wieder in den Tiefschlaf. Der Grund dieser Atemaussetzer könnte eine Schlafapnoe sein.

Mehr als 150'000 Menschen in der Schweiz leiden an Schlafapnoe. Die kurzen Atemaussetzer im Schlaf werden von den Betroffenen oft nicht wahrgenommen, dennoch ist für sie ein gesunder, tiefer Schlaf unmöglich. Sie leiden in der Folge an Tagesmüdigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsstörungen und oft auch an verminderter Leistungsfähigkeit. Zudem steigt für die Betroffenen das Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt, Diabetes sowie für Unfälle am Arbeitsplatz oder im Strassenverkehr durch Einschlafen am Steuer.

Anlässlich des Welttags des Schlafes am 16. März informiert die Lungenliga über diese chronische Krankheit. Mit dem kostenlosen Online-Test der Lungenliga kann ein Schlafapnoe-Risiko in fünf Minuten geprüft werden. Die Testauswertung zeigt an, ob eine ärztliche Abklärung bei einem Lungenfacharzt empfehlenswert ist oder nicht.

Tiefere Gesundheitskosten dank Betreuung durch Lungenliga
Die wirksamste Behandlung der Schlafapnoe ist die CPAP-Therapie (Continuous Positive Airway Pressure). Während des Schlafes wird mithilfe einer Atemmaske ein kontinuierlicher Überdruck in den oberen Atemwegen erzeugt. Dadurch werden die Atemaussetzer gestoppt und ein erholsamer Schlaf wird innert kurzer Zeit wieder möglich.

Die Lungenliga betreut schweizweit über 65‘000 Schlafapnoe-Betroffene. Sie nimmt die Installation der Geräte vor, instruiert die Patientinnen und Patienten in der Handhabung der Geräte, unterstützt bei der Maskenanpassung und hilft bei der Integration der Therapie in den Alltag.

Eine kürzlich publizierte Studie der Krankenversicherung Helsana zeigt, dass durch die Lungenliga betreute CPAP-Patientinnen und -Patienten pro Jahr 10% tiefere Gesundheitskosten verursachen. Auch die Wahrscheinlichkeit einer Hospitalisation liegt bei den durch die Lungenliga betreuten Betroffenen gemäss der gleichen Studie um 12% tiefer als bei Patientinnen und Patienten, die nicht durch die Lungenliga betreut werden. Die Wirkung der umfassenden Betreuung durch die Lungenliga zeigt sich auch bei der tieferen Anzahl an Therapieabbrüchen innerhalb der ersten zwölf Monate (20%) im Gegensatz zu 38% der Betroffenen, die nicht durch die Lungenliga betreut wurden.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Lungenliga Schweiz

Andrea Adam, Mediensprecherin

Tel. 031 378 20 72

a.adam@STOP-SPAM.lung.ch

 

Leben heisst atmen

Die Lungenliga berät und betreut Menschen mit Lungenkrankheiten und Atembehinderungen, damit sie möglichst beschwerdefrei und selbständig leben können und eine höhere Lebensqualität erreichen. Fachlich gut vernetzt vertritt sie die Anliegen ihrer Patientinnen und Patienten und fördert deren Selbsthilfe. Mit Prävention und ihrem Engagement für saubere Luft setzt sich die Lungenliga dafür ein, dass immer weniger Menschen an Lunge und Atemwegen erkranken.

Welttag des Schlafes

Der 16. März ist Welttag des Schlafes. An diesem Tag werden die Vorteile eines gesunden Schlafes sowie die Auswirkungen und Behandlungen von Schlafstörungen thematisiert.