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Passivrauchen

Der Anteil der nichtrauchenden Bevölkerung, die mindestens eine Stunde pro Tag dem Passivrauchen ausgesetzt sind, belief sich vor Einführung des Bundesgesetzes zum Schutz vor Passivrauchen auf 16% (2007) und liegt seither auf 6% (2017). Die jüngste Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen ist dem Passivrauch nach wie vor am stärksten ausgesetzt (16%). Diese Zahlen stammen aus der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2017.
 

Passivrauchen stellt ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar, da grundsätzlich dieselben giftigen und krebserregenden Schadstoffe eingeatmet werden wie beim Aktivrauchen. Dass Passivrauchen der Gesundheit schadet, belegen zum Beispiel Studien des Deutschen Krebsforschungszentrums. Es existiert keine Grenze, unter der Passivrauchen unschädlich ist. Eine im November 2010 veröffentlichte Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO kommt zum Schluss, dass weltweit jährlich 600.000 Menschen an den Folgen des Passivrauchens sterben.


Der Passivrauchschutz in der Gastronomie ist kantonal unterschiedlich geregelt.

 

Erhöhtes Krebsrisiko

Passivrauchen kann Lungen-, Kehlkopf- und Rachenkrebs verursachen. Jüngere Nichtraucherinnen die passiv rauchen, leiden zudem unter einem erhöhten Brustkrebsrisiko.
 

Atemwegserkrankungen

Passivrauchen kann chronische Erkrankungen der Atemwege wie COPD (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung) sowie Beschwerden wie Husten, Auswurf, Kurzatmigkeit und eine pfeifende Atmung hervorrufen. Das Risiko für die Entwicklung einer chronischen Bronchitis oder von Asthma wird für Nichtraucherinnen und Nichtraucher umso grösser, je länger sie dem Tabakrauch anderer ausgesetzt sind.
 

Höheres Herzinfarktrisiko

Das Einatmen von Tabakrauch anderer erhöht auch das Risiko für Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems. Zahlreiche Studien aus dem Ausland belegen einen Rückgang der Herzinfarkte nur wenige Monate nach Einführung von gesetzlich verankerten Rauchverboten in öffentlichen Räumen und am Arbeitsplatz. Auch eine Studie des Kantonsspitals Graubünden zeigt auf, dass in den ersten beiden Jahren nach Inkrafttreten der rauchfreien Gastronomie im Kanton Graubünden 22% weniger Spitaleintritte durch Herzinfarkte zu verzeichnen waren. Besonders deutlich war der Rückgang bei den Nichtrauchenden.

 

Gesundheitliche Risiken für Kinder

Der kindliche Organismus ist noch nicht voll entwickelt und gegenüber den Auswirkungen des Tabakrauchs verletzlicher als der eines Erwachsenen. Kinder rauchender Eltern leiden häufiger unter akuten und chronischen Atemwegserkrankungen wie Husten, Auswurf, pfeifenden Atemgeräuschen und Atemnot und sie haben häufiger Mittelohrentzündungen als Kinder nichtrauchender Eltern. Bestehendes Asthma bei Kindern wird durch Passivrauchen verschlimmert. Passivrauchen im Säuglingsalter erhöht das Risiko des plötzlichen Kindstods. So können Sie Ihr Kind vor dem Passivrauch schützen.
 

Passivrauchen in der Schwangerschaft

Müssen Frauen während der Schwangerschaft den Tabakrauch anderer einatmen, ist es möglich, dass ihre Kinder bei der Geburt kleiner sind sowie einen geringeren Kopfumfang und ein geringeres Körpergewicht aufweisen als von Müttern die nicht dem Tabakrauch ausgesetzt sind. Zudem besteht ein höheres Risiko für angeborene Fehlbildungen. Weitere Informationen zu den gesundheitlichen Auswirkungen des Rauchens in der Schwangerschaft in verschiedenen Sprachen.

Rauch aus Nachbarwohnung

Tabakrauch ist die wichtigste Luftverschmutzung in Innenräumen. Auch im privaten Bereich führt Tabakrauch aus Nachbarwohnungen immer wieder zu unangenehmen Situationen.

Die Lungenliga hat in einem Informationsschreiben festgehalten, wie im Konfliktfall vorgegangen werden kann.

Die Stiftung pro aere bietet bei Bedarf juristische Unterstützung an.