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Wissen zu Tabak und Nikotin

Tabakkonsum in der Schweiz

2017 beträgt der Anteil der Rauchenden ab 15 Jahren in der Schweiz 27%. Diese Zahlen stammen aus der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2017. 61% der befragten Rauchenden gaben an, sie würden gerne mit dem Rauchen aufhören. Bei den 15 – 24-Jährigen liegt der Anteil Rauchender mit 32% etwas höher als beim Gesamtdurchschnitt. Projekte wie ready4life setzen bei dieser wichtigen Bevölkerungsgruppe an.
Weitere Studienergebnisse 2018 zum Substanzkonsum von 11 – 15-Jährigen (Französisch mit deutscher Zusammenfassung).

Inhaltsstoffe

Tabakrauch besteht aus ungefähr 7000 verschiedenen Stoffen.
Davon sind 70 als krebserregend bekannt.

 

Nikotin ist der Stoff im Tabak, der abhängig macht. Es gelangt in nur 7 Sekunden ins Gehirn und kann schon nach wenigen Zigaretten süchtig machen.

 

Durch das Inhalieren gelangen die Giftstoffe in die Lunge und von dort über das Blut in den ganzen Körper.

 

Die Angaben auf den Zigarettenpackungen zum Schadstoffgehalt sind irreführend: Die Aufnahme dieser Schadstoffe durch den Körper ist individuell unterschiedlich. 

 

 

Folgen für die Gesundheit

Lungenkrankheiten

 

Wer raucht, hat ein höheres Risiko für COPD (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung). In 80 – 90 % der COPD-Fälle ist Rauchen die Ursache.

Das Lungenkrebsrisiko steigt bis auf das 20- bis 30-fache des Risikos einer nichtrauchenden Person (je nach Anzahl gerauchter Zigaretten pro Tag und Jahre als rauchende Person).

 

85% der bösartigen Lungentumore werden durch Tabakrauch verursacht.

 

Organschäden

 

Rauchen schadet fast jedem Organ im Körper. Es führt zu verschiedensten Krebsarten

Weitere mögliche Folgen sind Herzschlag, Hirnschlag oder ein Raucherbein.

 

Fruchtbarkeit, Fehlgeburt, plötzlicher Kindstod

Wer raucht, ist in der Regel weniger fruchtbar.
 

Rauchen und Passivrauchen während der Schwangerschaft führen häufig zu Komplikationen. Zudem sind bei Raucherinnen Tot- oder Frühgeburten häufiger als bei Nichtraucherinnen.
 

Die Kinder von Raucherinnen haben ein niedrigeres Geburtsgewicht und ein höheres Risiko für plötzlichen Kindstod.

Tabakrauchen als Todesursache

In der Schweiz wie auch weltweit ist der Tabakkonsum die Hauptursache für vermeidbare frühzeitige Todesfälle. Jährlich sterben in der Schweiz 9'500 Personen frühzeitig an den Folgen des Tabakkonsums (rund 14% der jährlichen Todesfälle). Die Hälfte aller Personen, die regelmässig rauchen, stirbt frühzeitig, z.B. an:

 

  • Tabakbedingten Herz-Kreislauf-Erkrankungen (41%),
  • Lungenkrebs (27%),
  • Atemwegserkrankungen (18%),
  • anderen Krebsarten (14%).

Im Gesetz

 

Abgabe und Verkauf von Tabakprodukten

Das Abgabealter ist nicht national geregelt, sondern bisher noch auf kantonaler Ebene.

Die Einschränkungen gehen unterschiedlich weit (Grafik rechts).

 

Wir fordern: Ein national einheitliches Mindestalter von 18 Jahren (Infoblatt Tabakproduktegesetz)

 

 

Tabakmarketing

Tabakwerbung wird in der Schweiz zwar eingeschränkt, jedoch ungenügend. Es gibt nationale Verbote für:

 

  • Tabakwerbung in Radio und Fernsehen
  • Spezifisch an Jugendliche gerichtete Werbung
  • Für die Abgabe von Werbegegenständen an Jugendliche.

 

Daneben gibt es aber grosse Unterschiede zwischen den Kantonen (Grafik rechts). Die Tabakindustrie hat darum noch zahlreiche Möglichkeiten (wie Gratiszeitungen, Sponsoring Open-Airs).

 

Wir fordern: Ein umfassendes Verbot von Tabakmarketing! (Infoblatt Tabakproduktegesetz)

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