Sicherheitsmitteilung zu CPAP-Geräten von Philips


Worum geht es?
Die Firma Philips hat in Europa eine Sicherheitsmitteilung für bestimmte CPAP- und Beatmungsgerätetypen veröffentlicht. Dies im Zusammenhang mit dem zur Isolierung verwendeten Schaumstoff.


Was heisst das für mich?
Patient*innen, welche mit den betroffenen Geräten behandelt werden, wurden von uns direkt schriftlich kontaktiert und nach Rücksprache mit den jeweiligen Ärzt*innen über die Therapieempfehlung informiert.

Bei Patient*innen, die von uns erst ein Schreiben erhalten haben, haben wir noch keine Empfehlung der behandelnden Ärzt*innen erhalten. Für sie gilt: Unterbrechen Sie Ihre Geräte-Therapie nicht, sondern setzen Sie sie unverändert fort, insbesondere wenn

  • die Therapie zu einer Besserung Ihrer Tagesschläfrigkeit geführt hat. Wir wissen, dass die regelmässige Nutzung der Geräte das Unfallrisiko am Arbeitsplatz und beim Autofahren senkt und die negativen Auswirkungen bei gleichzeitig vorhandenen Erkrankungen günstig beeinflusst.
  • bei Ihnen eine schwere Schlafapnoe-Erkrankung vorliegt, gemessen anhand der Anzahl der Atempausen („AHI > 30 pro Stunde“) oder des Sauerstoffmangels.
  • bei Ihnen das Gerät zur Unterstützung der Atmung eingesetzt wird (sogenannte „nicht invasive oder gar invasive Beatmung“). Bei Nicht-Nutzung des Geräts würden Sie sich gefährden, weil Ihre eigene Atmung zu schwach ist, insbesondere in der Nacht.


Wie ist die Situation einzuordnen?
Philips hat die Sicherheitsmitteilung gemacht, weil in wenigen Fälle Benutzer von schwarzen Ablagerungen/Partikel im Luftkreislauf, ausgehend von Geräteauslass, Befeuchter, Schlauch und in der Maske berichteten. Es besteht die Vermutung, dass sich das Isolierungsmaterial zur Schalldämmung zersetzt und die Partikel und lösliche Stoffe eingeatmet werden können.
Es ist anzumerken, dass in Europa bislang keine vergleichbaren Fälle auftraten (Stand Information 23.6.2021). Die beschriebenen Fälle traten in Amerika/Asien bei Geräten auf, die entweder mit Ozon oder UV-Strahlung gereinigt oder in feuchtheissem Klima verwendet wurden und insbesondere bei Geräten, die älter als 5 Jahre sind. Philips wird aber auch in Europa/Schweiz die Geräte schrittweise revidieren oder ersetzen. → Klinische Information von Philips


Wann wird es Ersatz geben?
Aufgrund der hohen Anzahl betroffener Patient*innen ist es nicht möglich, Geräte auszutauschen. Voraussichtlich werden in absehbarer Zeit sämtliche Geräte revidiert oder ersetzt werden. Wir werden wieder informieren, wenn das genaue Vorgehen seitens Philips hierzu kommuniziert wurde. Da das Problem weltweit besteht, gibt es auch bei alternativen Herstellern Lieferengpässe.


Wohin kann ich mich wenden?
Sie und Ihre Gesundheit sind uns wichtig. Sie haben ein Anrecht auf Information. Wenn Sie Ihre Frage hier nicht beantwortet erhalten haben, rufen Sie uns auf unserer Philips-Hotline an: 041 419 33 43
Patient*innen mit einem mechanischen Heimventilationsgerät werden direkt von Philips betreut.
Bei Fragen melden Sie sich direkt bei Philips Schweiz unter der Nummer: 062 745 17 50


Wir bitten Sie um Verständnis und danken für Ihr Vertrauen. Wir bedauern die Umstände ausserordentlich.