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Fünf Forschungsprojekte erhalten Unterstützung der Lungenliga

Mit 625'000 Franken unterstützt der Forschungsfonds der Lungenliga jährlich innovative Forschungsprojekte. 2017 wurden fünf Projekte ausgewählt; drei zu Asthma, eines zu Nikotin und eines zur chronisch obstruktiven Lungenkrankheit COPD.

Verursacht der frühe Kontakt mit Nikotin chronische Lungenkrankheiten? Dieser Frage will ein Forscherteam rund um Prof. Constance Barazzone-Agiroffo (Universitätsspital Genf) nachgehen. Denn die Forscher nehmen an, dass eine Nikotinbelastung früh im Leben die Stammzellen in den Lungen dezimiert. Und da solche Stammzellen Lungenschäden reparieren, könnte eine verminderte Anzahl die Entwicklung chronischer Lungenkrankheiten begünstigen. Damit die Forschenden die geplante zweijährige Studie ab 2018 durchführen können, sind sie auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Einen Beitrag dazu leistet die Lungenliga. Durch ihren Forschungsfonds fördert sie das Projekt mit 148’000 Franken.

 

Forschung zu COPD und Asthma

Ein anderes Forschungsprojekt, dem der Forschungsfonds diesen Herbst finanzielle Unterstützung zugesprochen hat, widmet sich der Behandlung der chronisch obstruktiven Lungenkrankheit COPD, an welcher in der Schweiz rund 400'000 Menschen leiden. So wollen Dr. Anja Frei (Universität Zürich) und ihr Team untersuchen, ob ein einfaches Übungsprogramm für zu Hause mehr COPD-Patienten zu einem regelmässigen Training und damit zu einer Verbesserung der Gesundheit und der Lebensqualität motivieren kann.

 

Und die drei weiteren Projekte, welche aus den 29 eingereichten Gesuchen ausgewählt wurden, widmen sich der chronischen Lungenkrankheit Asthma:  Eine Gruppe um Dr. Michael Roth (Universitätsspital Basel) untersucht, warum bei Asthmapatienten ein Umbau im Gewebe der Atemwege stattfindet. Das Ziel des Forschungsteams um Dr. Alexander Eggel (Universität Bern) ist es, eine neue Strategie für die Behandlung des allergischen Asthmas zu entwickeln, und Prof. Dr. med. Urs Frey (Universitäres Kinderspital Basel) will herausfinden, ob es klinische und biologische Substanzen gibt, sogenannte Biomarker, die eine Verschlimmerung anzeigen, bevor sie auftritt, und somit beim Management des Asthmas helfen. Insgesamt unterstützt der Forschungsfonds der Lungenliga die fünf Projekte mit 625'000 Franken.

 

Spenden für die Forschung

Lungenkrankheiten auf dem Vormarsch; sie sind heute die vierthäufigste Todesursache in der Schweiz. Um dieser Herausforderung zu begegnen und Forschungsaktivitäten zur Prävention und Behandlung von Lungen- und Atemwegserkrankungen zu unterstützen, wurde 2013 der Forschungsfonds ins Leben gerufen. Dieser wird durch Beiträge der kantonalen Lungenligen und durch Spendengelder finanziert.

 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Lungenliga Schweiz
Jenny Herzog, Leiterin Forschungssekretariat
Tel. 031 378 20 52
j.herzog@STOP-SPAM.lung.ch

Leben heisst atmen

Die Lungenliga berät und betreut Menschen mit Lungenkrankheiten und Atembehinderungen, damit sie möglichst beschwerdefrei und selbständig leben können und eine höhere Lebensqualität erreichen.

Fachlich gut vernetzt vertritt sie die Anliegen ihrer Patientinnen und Patienten und fördert deren Selbsthilfe. Mit Prävention und ihrem Engagement für saubere Luft setzt sich die Lungenliga dafür ein, dass immer weniger Menschen an Lunge und Atemwegen erkranken.