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Aktuell

Schweizer Bevölkerung befürwortet Tabakwerbeverbot

Die Lungenliga Schweiz nahm die nächste Sitzung der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates (SGK-N), in der das Tabakproduktegesetz beraten wird, zum Anlass, die Akzeptanz eines Werbeverbots für Tabak- und Nikotinprodukte untersuchen zu lassen. Die Umfrageresultate zeigen eindeutig: Die Schweizer Bevölkerung unterstützt auf breiter Basis ein Werbeverbot für Tabakprodukte.

2/3-Mehrheit für ein Tabakwerbeverbot

Für ein allgemeines Tabakwerbeverbot sprechen sich 67% der Befragten aus. Die «Eher ja»-Stimmen liegen bei zusätzlichen 22%. Dies ist ein hoher, über der Norm liegender Wert in einer Onlinebefragung. Ein Grossteil der Befragten lehnt somit Werbung für klassische Tabakprodukte klar ab. Mit 78% Ja-Stimmen befürworten die befragten Personen auch klar eine strenge Regulierung neuer Tabak- und Nikotinprodukte wie E-Zigaretten, IQOS oder Kautabak.

Die Lungenliga Schweiz nimmt erfreut zur Kenntnis, dass ein Werbeverbot in der Bevölkerung eine breite Akzeptanz findet. Quer durch alle Altersgruppen stehen Frauen und Männer in den Städten und auf dem Land, über alle Parteigrenzen hinweg, hinter einem zukünftigen Tabakwerbeverbot.

 

Drei gute Gründe für ein Werbeverbot

An erster Stelle (47%) steht die allgemeine Ablehnung von Werbung für süchtig machende und gesundheitsgefährdende Produkte. An zweiter Stelle (29%) folgt der Jugendschutz. Diese Altersgruppe sei besonders suchtgefährdet. An dritter Stelle (18%) stehen die hohen Gesundheitskosten, die mit dem Rauchen einhergehen. Ein Werbeverbot würde diese Kosten senken.

 

Bald keine Tabakwerbung mehr bei Festivals und auf Kinoleinwänden?

Auf die Frage, welche Arten von Werbung unter das Verbot fallen sollen, gaben über 70% der Umfrage-Teilnehmerinnen und –teilnehmer das Sponsoring von Kultur- und Sportveranstaltungen an. Bei diesen würden vor allem Jugendliche und junge Erwachsene als Zielpublikum für Tabak- und Nikotinprodukte angesprochen.

Auch in den Schweizer Kinos sollte man in Zukunft auf Werbespots für Tabak verzichten. Die Befragten befürworten zudem, dass Tabakwerbung von Plakaten, aus Zeitungen und Zeitschriften verschwindet. Kurzum im gesamten öffentlichen Raum. Auch auf Werbemassnahmen im Internet und am Verkaufspunkt soll laut Befragung fortan verzichtet werden.

Claudia Künzli, Leiterin Gesundheitsförderung und Prävention, sieht sich in den politischen Forderungen der Lungenliga Schweiz bestätigt: «Für die Bevölkerung steht ganz klar die Gesundheit und der Jugendschutz im Zentrum. Und dafür braucht es ein striktes Tabakwerbeverbot».

 

Die Lungenliga fordert:

  • Ein umfassendes Werbe-, Promotions- und Sponsoringverbot für Tabak- und Nikotinprodukte
  • Gleiche Regeln für alternative Tabak- und Nikotinprodukte
  • Schweizweites Verkaufsverbot von Tabakprodukten an Minderjährige

 

Die Lungenliga ist Mitglied der Allianz für ein starkes Tabakproduktegesetz.

 

Methodik

Im Auftrag der Lungenliga Schweiz befragte die LeeWas GmbH zwischen dem 15. und 30. September 2020 2'012 Personen zu einem potentiellen Werbeverbot für Tabak- und Nikotinprodukte. Die Stichprobe von 2'012 Personen setzt sich zusammen aus 1'339 Teilnehmenden aus der Deutschschweiz, 493 aus der Romandie und 180 aus dem Tessin.

Die bereinigten Daten wurden für die Analyse nach demographischen und geographischen Variablen gewichtet.

Die Befragung kann hier heruntergeladen werden.

 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:


Lungenliga Schweiz

Andrea Adam, Mediensprecherin

Tel. 031 378 20 53

a.adam@STOP-SPAM.lung.ch