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Baumaschinen & landwirtschaftliche Fahrzeuge

Als Quelle von Luftschadstoffen

Geräte und Maschinen in der Landwirtschaft und auf Baustellen (sogenannte „Non-Road-Maschinen") werden meist von Dieselmotoren angetrieben. Dieselmotoren stossen vor allem Stickoxide aus. Zudem gelangen ohne Partikelfilter grosse Mengen primären Feinstaubs in die Luft (insbesondere krebserregender Dieselruss).


Seit 2000 gibt es neue Abgasvorschriften. Dadurch hat sich die Situation zwar verbessert, aber es gibt immer noch eine zu grosse Menge von Stickoxiden und Feinstaub von Non-Road-Maschinen in der Luft.

Anteil an Gesamtemissionen

Am meisten Feinstaub in dieser Kategorie produzieren Traktoren. Bei Baumaschinen unterscheidet sich die Luftbelastung je nach gesetzlicher Regelung, die wiederum von der Leistung abhängig ist. Baumaschinen produzieren vor allem Stickoxide und Feinstaub.


Die Anteile der Emissionen aus land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen und Baumaschinen an den gesamten Luftschadstoffen betrugen 2013 ungefähr

 

  • 10% bei den Stickoxiden (NOx).
  • ca. 4 % bei den Kohlenwasserstoffen (HC, VOC)
  • und ca. 2 % beim Feinstaub (PM10)

 

 

Gesetzliche Regelungen

 

Baumaschinen mit Dieselmotoren

Hier regelt die Luftreinhalteverordnung (LRV) der Schweiz die Emissionsgrenzwerte für Kohlenmonoxid (CO), Kohlenwasserstoff (HC), Stickoxiden (NOx) und Partikel (Masse-Grenzwert). Zusätzlich ist in der LRV ein Grenzwert für die zulässige maximale Partikelanzahl verankert. Dieser Grenzwert gilt für Baumascheinen mit einer Leistung grösser 19 kW und kleiner 560 kW und kann nur mit einem Partikelfilter erreicht werden.

 

Traktoren und andere Maschinen in der Land- und Forstwirtschaft

Hier gilt der oben erwähnte Grenzwert für die Partikelanzahl nicht. Derzeit sind ca. 110.000 Traktoren in der Schweiz unterwegs, die meisten ohne Partikelfilter. Sie verursachen deshalb einen grossen Anteil des Feinstaubs und gefährden vor allem die Personen, die im Umfeld dieser Maschinen arbeiten.
 

Mögliche Massnahmen

  • Die Ausnahmeregelungen innerhalb der Kategorie „Non-Road-Maschinen“ streichen: So sind etwa selten betriebene Notstromaggregate und Baumaschinen mit einer Sitzung unter 19 kW oder über 560 kW von bestimmten Grenzwertregelungen ausgenommen.
  • Die Emissionen verringern, die durch die bereits bestehenden Maschinen entstehen, z.B. durch finanzielle Anreizsysteme zur Förderung der Nachrüstung von Traktoren mit Partikelfiltern.
  • Einen Grenzwert für die Partikelanzahl einführen, der sich an EURO VI orientiert und für alle „Non-Road-Maschinen“ gilt. Dies würde den Feinstaubausstoss stark reduzieren.

Quelle: (BAG & BAFU 2015)