Landwirtschaft

Als Quelle von Luftschadstoffen

Die Landwirtschaft ist Hauptverursacherin von Ammoniak, Methan und Lachgas. Ammoniak (und andere Schadstoffe mit Stickstoff) gefährden

 

  • unsere Lunge (als Vorläuferschadstoff von Feinstaub)
  • und empfindliche Ökosysteme wie Wälder, Moore, und Heidelandschaften (durch Überdüngung).

Besonders belastet sind landwirtschaftlich intensiv genutzte Gegenden, wie das Mittelland.

 

 

Anteil an Gesamtemissionen

Circa 95% der gesamten Ammoniakemissionen in der Schweiz stammen aus der Landwirtschaft (insbesondere aus der Rinderhaltung, Grafik rechts).

 

Weil der Tierbestand zurückgegangen ist, hat sich die Menge ausgestossenen Ammoniaks bis 2005 verringert. Seitdem stagniert sie.  

 

 

Gesetzliche Regelungen

Die Luftreinhalteverordnung enthält (im Anhang 7) für Ammoniak keine Immissionsgrenzwerte (IGW) (anders als bei anderen Luftschadstoffen). Die Eidgenössische Kommission für Lufthygiene hat 2014 empfohlen, keinen Grenzwert für Ammoniak festzulegen.

 

Eine Grenze gibt es trotzdem, und zwar im Rahmen der Konvention über weiträumige grenzüberschreitende Luftverunreinigung der UNECE. Dort wurde eine maximal zulässige Ammoniakkonzentration von 3 μg/m3 als Jahresmittel festgelegt (critical level).


Mögliche Massnahmen

Regulative Ansätze

  • In der Luftreinhalteverordnung (LRV) explizit erwähnen, dass aus rechtlicher Sicht die Critical Loads und Critical Levels (UNECE) herangezogen werden können, falls ein Immissionsgrenzwert fehlt.


Andere Lösungen

  • in der Rindviehhaltung: Abdeckung offener Lageranlagen, Einsatz von Schleppschlauchverteilern und rasche Ableitung der Ausscheidungen im Aufenthaltsbereich
  • in der Landwirtschaft allgemein: niedrigere Besatzdichte, längere Fruchtfolgen
  • bei den Konsumgewohnheiten: Menge tierischer Produkte reduzieren. Etwa 70 Prozent der direkten Treibhausgasemissionen unserer Ernährung gehen darauf zurück.

 

 

 

Quelle: (BAG & BAFU 2015)