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Der Strassenverkehr

Als Quelle von Luftschadstoffen

Der Strassenverkehr ist seit Längerem der Hauptverursacher für viele gesundheitsschädliche Luftschadstoffe, z.B.:

 

Es gibt weniger Emissionen dank technischer Neuerungen, (z.B. Dieselpartikelfilter und Katalysator), und verschärften gesetzlichen Vorgaben. Und das, obwohl der Verkehr zugenommen hat. Aber: Die Menge der ausgestossenen Luftschadstoffe ist immer noch zu gross.

 

 

Anteil an Gesamtemissionen

Der Strassenverkehr produziert den grössten Teil aller Luftschadstoffe. Das wird deutlich, betrachtet man die Anteile der Emissionen aus dem Strassenverkehr an den Gesamtemissionen. Diese betrugen im Jahr 2013

 

 Verantwortlich dafür sind die Motoren.

  • Stickoxid wird hauptsächlich von Dieselmotoren produziert. Ohne Partikelfilter stossen sie grosse Mengen primären Feinstaubs aus.
  • Benzinmotoren hingegen stossen beim Start grosse Mengen an Kohlenwasserstoff aus, ein VOC und Vorgängerstoff von Ozon (O3).

 

 

Gesetzliche Regelungen

Für Motorfahrzeuge gelten Abgasvorschriften, die mit der EU harmonisiert sind. In der derzeit geltenden EURO VI Norm werden Grenzwerte für Kohlenmonoxid (CO), Kohlenwasserstoffe (HC), Stickoxide (NOx), Partikelmasse und Anzahl definiert. Die Grenzwerte unterscheiden sich nach der Art des Motorfahrzeugs.


Ziel des Bundes ist zudem, den Güterschwerverkehr von der Strasse auf die Schiene zu verlagern. Die leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) ist ein finanzielles Anreizsystem, das den Strassengüterverkehr besteuert. Sie basiert unter anderem auf dem Schadstoffausstoss der Fahrzeuge.

Mögliche Massnahmen

Technische Ansätze

  • Ausrüstung aller Verbrennungsmotoren (Diesel und Benzin) mit Partikelfiltern der allerneusten Generation.
  • Ausrüstung aller Verbrennungsmotoren mit SCR Katalysatoren zur Stickoxidminderung

 

Regulative Ansätze

  •  Weitere Angleichung der Stickoxidgrenzwerte für Benzin- und Dieselmotoren
  • Derzeit wird die Einhaltung der Grenzwerte der EURO VI Norm auf dem Prüfstand getestet. Im Betrieb unter realen Bedingungen sind die Emissionen um ein vielfaches höher. Die Einführung von Testverfahren, die die tatsächlichen Emissionen unter realistischen Bedingungen untersuchen ist deshalb zwingend notwendig. Bei Bussen und LKW gibt es diese Prüfverfahren bereits seit 2013, bei PKW sind diese ab der Euro-Norm 6d-TEMP (ab September 2017) vorgesehen.
  • Weitergehende Prüfung von Mobility Pricing als Verkehrslenkungsinstrument hin zu umweltfreundlichen und ressourcenschonenden Verkehrsmitteln.
  • Prüfung von City Maut Systemen – wie etwa erfolgreich in Stockholm durchgeführt – um besonders belastete Zonen zu entlasten.

 

 

Quelle: (BAG & BAFU 2015)