Der seit 2015 diskutierte Entwurf des Tabakproduktegesetzes (TabPG) wurde in der Herbstsession 2021 vom Parlament verabschiedet. Dieses ist so schwach, dass damit der Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabak nicht gewährleistet werden kann. Die Lungenliga setzt sich deshalb zusammen mit ihren Partnern im Rahmen der Volksinitiative Kinder ohne Tabak für eine wirkungsvolle Tabakregulierung ein. Diese kommt voraussichtlich im Februar 2022 zur Abstimmung. Geben auch Sie dem Kinder- und Jugendschutz Ihre Stimme.

Tabakgesetz ohne Kinder- und Jugendschutz

Tabakprodukte waren bis vor Kurzem im Lebensmittelgesetz geregelt. Neu werden sie in einem eigenen Gesetz geregelt. Stände- und Nationalrat wiesen den ersten Gesetzesentwurf 2016 an den Bundesrat zurück. Im November 2018 hat der Bundesrat den überarbeiteten Gesetzesentwurf über Tabakprodukte und elektronische Zigaretten (Tabakproduktegesetz, kurz TabPG genannt) an das Parlament überwiesen. Dieser wurde wiederholt in beiden Kammern des Parlaments behandelt und wird in der Herbstsession 2021 verabschiedet. Schon jetzt ist klar, dass ausser einem Verkaufsverbot an unter 18-Jährige Werbeeinschränkungen darin weitgehend fehlen werden, obwohl diese nebst hohen Zigarettenpreisen die wirksamste und kostengünstigste Präventionsmassnahme ist, um Kinder und Jugendliche vor dem Einstieg ins Rauchen zu schützen.

 

Folgen des Tabakkonsums

Tabakkonsum ist die Hauptursache von Lungenkrankheiten und verursacht 9'500 Tote pro Jahr in der Schweiz. Er verursacht viel Leid und volkswirtschaftliche Kosten in Milliardenhöhe. Mehr als die Hälfte der Rauchenden haben vor ihrem 18. Lebensjahr mit dem Rauchen begonnen. Je früher eine Person mit dem Rauchen beginnt, desto schwerer wird sie wieder davon loskommen.

Volksinitiative «Kinder ohne Tabak»

Volksinitiative «Kinder ohne Tabak»
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