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Kay enthüllt seine Kämpfernatur

Zu früh geborene Säuglinge benötigen oft zusätzlichen Sauerstoff. So auch Kay, der bei seiner Geburt bloss 510 Gramm wog. Die Lungenliga unterstützt ihn und seine Familie bei der zuverlässigen Versorgung mit dem lebenswichtigen Element.

23. Juli 2014
Torill Spühler bringt in der 28. Schwangerschaftswoche per Notkaiserschnitt zweieiige Zwillinge zur Welt. Während Yannis 1200 Gramm schwer ist, wiegt Bruder Kay nur 510 Gramm. Die beiden Frühgeborenen ­kommen in die Isolette und erhalten Sauerstoff. Mutter Torill und Vater Eric verbringen täglich ­mehrere Stunden im Spital bei den beiden Söhnen. Von fast allen Schläuchen und Sensoren befreit, dürfen Yannis und Kay jeden Tag eine Stunde auf der Brust der Eltern ­liegen, manchmal auch länger. Die soge­nannte Känguru-Methode stärkt via Hautkontakt die Eltern-Kind-Beziehung.

23. Oktober 2014
Yannis wird aus dem Spital entlassen. Das freut die Eltern, doch es beginnt eine Zeit mit Spannungen. Yannis mag es nicht, ins Spital zu gehen. So muss entweder ein Elternteil allein in die Klinik fahren oder ein Babysitter muss auf Yannis aufpassen. Das führt oft zu Tränen.

28. November 2014
Kay lernt, selbst ein- und auszuatmen. Der Druck der sauerstoffreichen Atemluft wird schrittweise reduziert. Seit Yannis weg ist, macht Kay schnelle Fortschritte. Die Eltern spüren: Er will dorthin, wo sein Bruder ist.

20. Dezember 2014
Kay darf nach Hause! Nicht nur für ein paar Tage, wie es zunächst hiess, sondern für immer. Die Eltern freuen sich nach fünf Monaten täglicher Spitalbesuche herzlich über die Weihnachtsüberraschung. Auch Yannis zeigt durch seine grössere Ruhe, dass ihm die Nähe seines Zwillingsbruders behagt. Ab jetzt trägt ein Sauerstoffkonzentrator der Lungenliga beider Basel zu Kays Wohlbefinden bei, ergänzt durch eine tragbare Sauerstoffflasche für unterwegs. «Sehr praktisch ist der lange Schlauch, sodass ich mit Kay frei durch die Wohnung laufen kann», freut sich die Mutter.

20. Januar 2015
Das Leben der jungen Familie kommt noch immer nicht zur Ruhe: Kay muss an der Leiste operiert werden. Entgegen den Befürchtungen wirft der Eingriff Kay nicht zurück. Im Gegenteil: Er macht einen Entwicklungssprung und benötigt immer weniger zusätzlichen Sauerstoff. Vater Eric Spühler: «Immer wieder wird Kay seinem Namen gerecht. Er bedeutet: der Kämpfer.»

5. Februar 2015
Kay benötigt tagsüber keinen zusätzlichen Sauerstoff mehr. Nur noch nachts unterstützt ihn der Sauerstoffkonzentrator.

1. März 2015

Nun kann Kay aus der Umgebungsluft genug Sauerstoff gewinnen. Obwohl er den Sauerstoffkonzentrator der Lungenliga nicht mehr braucht, bleiben alle Geräte vorerst noch im Haus.

 

28. April 2015

Nach einem gesund überstandenen Winter bekommt Yannis seine erste Erkältung. Am nächsten Tag messen die Eltern bei Kay leichtes Fieber. Die Sauerstoffkonzentration in seinem Blut sinkt auf knapp über 90 %. Die Eltern sind froh, dass sie den Konzentrator noch haben. Sonst hätten sie am 1. Mai zum Notarzt fahren müssen.

 

6. Mai 2015

Durch seine verstopfte Nase bekommt Kay wenig Luft, zudem trinkt er nicht so viel. Der Kinderarzt ordnet für beide Kinder eine Kontrolluntersuchung im Spital an. Die ganze Familie übernachtet in der Klinik. Am nächsten Tag dürfen die Spühlers nach Hause. Vater Eric:«Sie liessen uns nur deshalb gehen, weil wir die nötigen Geräte für Kays Sauerstoffüberwachung und -versorgung zuhause hatten.»

 

20. Mai 2015

Die Zwillinge sind wieder vollauf gesund. Kay braucht keinen Sauerstoff mehr. Die Mietgeräte der Lungenliga bleiben vorerst noch im Haus. Doch die Eltern rechnen fest damit, dass sie sie bald zurückgeben können.

 

Weitere Fallbeispiele finden Sie in unseren Jahresberichten.