Symptome: Wie zeigt sich eine Bronchiolitis?
Anfangs wie eine Erkältung
Eine Bronchiolitis ist nicht sofort als solche erkennbar. Häufig beginnt die Krankheit wie eine Erkältung: mit Schnupfen, laufender Nase und Reizhusten.
Atemnot und starker Husten
Nach Stunden bis einigen Tagen zeigen sich die typischen Symptome der Bronchiolitis:
- starker Husten
- Atemnot mit keuchendem Atem
- Knisternde und eventuell pfeifende Geräusche, vor allem beim Ausatmen
- Probleme beim Trinken, ausgelöst durch eine behinderte Nasenatmung und Atembeschwerden
Vorsicht bei Säuglingen
Je jünger ein Säguling zum Zeitpunkt der Virus-Infektion ist, desto höher ist das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs.
Ursachen, Diagnose und Behandlung
Ursachen: Was Bronchiolitis aus?
Meist ist das Respiratory-Synzytial-Virus (RSV) die Ursache einer Bronchiolitis. Jedoch können auch Grippeviren die Erkrankung auslösen. Bis zum Alter einem Jahr machen die meisten Säuglinge, die nicht gegen RSV geimpft sind, die Krankheit einmal durch. Bei zwei bis drei Prozent dieser Fälle sind die Symptome so schwer, dass das Kind im Spital behandelt werden muss.
Besonders gefährdet für einen schweren Verlauf der Bronchiolitis sind Säuglinge, die:
- zu früh geboren wurden
- weniger als sechs Wochen alt sind
- an Cystischer Fibrose und anderen Lungenkrankheiten leiden
- eine angeborene Herzkrankheit haben
- ein geschwächtes Immunsystem haben
Die Bronchiolitis gehört im Winter zu den häufigsten Gründen für eine Spitaleinweisung Säuglingen im ersten Lebensjahr.
Diagnose: Wie weist man Bronchiolitis nach?
Die Ärztin oder der Arzt kann Bronchiolitis anhand von typischen Symptomen feststellen. Je nach Schwere der Krankheit sind die Symptome unterschiedlich stark ausgeprägt:
- Atemfrequenz
Je höher die Atemfrequenz, desto schwerer die Bronchiolitis. - Einziehungen
Die kleinen Atemwege der betroffenen Säuglinge sind wegen der Entzündung und des gebildeten Sekrets verengt. Da die Säuglinge die Luft nicht richtig ausatmen können, kommt es zu einer Überblähung der Lunge. Die verstärkte Atemarbeit führt zu Einziehungen. Diese sind vor allem unterhalb und zwischen den Rippen zu beobachten. - Sauerstoffsättigung im Blut
Die Sauerstoffsättigung eines gesunden Menschen liegt zwischen 95 und 100 Prozent. Fällt sie unter 90 Prozent, ist dies ein Hinweis auf eine schwere Bronchiolitis und der Säugling muss in der Regel im Spital mit Sauerstoff versorgt werden. - Ernährung
Bei einer mittelschweren bis schweren Bronchiolitis sind die oberen Atemwege häufig stark verschleimt. Dadurch fällt den Säuglingen das Trinken schwer, und es besteht die Gefahr einer Dehydrierung.
Ein labortechnischer Nachweis des RS-Virus im Nasen-Rachen-Schleim ist nur bei hospitalisierten Säuglingen notwendig. Infizierte Kinder müssen dann isoliert werden, um eine Verbreitung des Virus im Spital zu verhindern.
Behandlung: Wann muss das Kind ins Spital?
Säuglinge mit schweren Symptomen einer Bronchiolitis sollten in einem Spital behandelt werden. Dort wird die Sauerstoffsättigung im Blut überwacht. Wenn nötig, erhalten die betroffenen Säuglinge zusätzlichen Sauerstoff und Flüssigkeit. Ist eine Einweisung ins Spital nicht notwendig und eine ambulante Behandlung möglich, sollten die Eltern einige Grundsätze beachten:
- Aktivitäten vermeiden, die den Säugling aufregen, denn das verschlimmert die Atembeschwerden.
- Dem Säugling reichlich zu trinken und essen geben (mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt).
- Die Nase des Kinds regelmässig mit Kochsalzlösung (NaCl 0.9%) spülen.
- Das Kind vor Zigarettenrauch und anderen Reizstoffen in der Luft schützen.
Impfung gegen RS-Virus
In der Schweiz gibt es seit 2024 eine Impfung zum Schutz von Säuglingen vor dem Respiratory-Synzytial-Virus (RSV), dem häufigsten Erreger der Bronchiolitis. Diese sollte wenn möglich bereits in den ersten Tagen nach Geburt verabreicht werden.
Seit 2025 können sich auch Schwangere impfen lassen, um ihr Kind bereits ab der Geburt zu schützen. In diesem Fall muss das Neugeborene nicht zusätzlich gegen RSV geimpft werden.
Da Zigarettenrauch die Ausprägung der Bronchiolitis verstärken kann, sollten Eltern auf das Rauchen zu Hause verzichten.
Haben Sie Fragen? Wir helfen weiter! Wir helfen weiter!
Die kantonalen Lungenligen leisten umfassende Beratung und Betreuung. Dies mit dem Ziel, dass Betroffene möglichst beschwerdefrei leben können. Die kantonale Lungenliga ihn Ihrer Nähe hilft Ihnen bei Ihren Fragen gerne weiter.