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Schweres Asthma

In der Schweizer Bevölkerung haben ca. 2-8% aller Menschen Asthma. Davon hat aber nur ein kleiner Teil schweres Asthma. Sie haben schweres Asthma, wenn Ihnen ihr Arzt dies so mitgeteilt hat und wenn Sie aktuell entweder eine Immuntherapie oder Kortikosteroide/Immunsuppressiva in Form von Tabletten oder Injektionen benötigen.
 

Empfehlung:

Die Mehrheit der Asthmapatientinnen und -patienten (95% aller Asthmapatienten) sollen die allgemeinen Empfehlungen des BAG einhalten. Sie sind nicht besonders gefährdet. Hingegen Menschen mit schwerem Asthma sollen sich vor Ansteckung besonders schützen und die Massnahmen für besonders gefährdete Menschen befolgen. Bei einer Verschlechterung der Symptome sollen sie sich telefonisch an einen Arzt wenden.

COPD

In der Schweiz sind mehr als 5% Prozent der Erwachsenen an COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease) erkrankt. Das sind etwa 400 000 Menschen. Sie ist eine langsam verlaufende, chronische nicht infektiöse unheilbare Lungenerkrankung.
 

Empfehlung:

Sämtliche Patientinnen und Patienten mit einer COPD-Diagnose gehören in die Gruppe der besonders gefährdeten Menschen. Sie sollen sich besonders schützen und die Massnahmen für besonders gefährdete Menschen befolgen. Bei einer Verschlechterung der Symptome sollen sie sich telefonisch an einen Arzt wenden.

Schlafapnoe

In der Schweiz haben schätzungsweise 150’000 Menschen eine Schlafapnoe. Menschen mit Schlafapnoe haben kurze Atemaussetzer im Schlaf. Die kurzen Atemaussetzer verunmöglichen einen erholsamen Schlaf.
 

Empfehlung:

Gemäss aktueller Einschätzung von Experten ist Schlafapnoe kein Risikofaktor für einen schweren Verlauf einer COVID-19-Erkrankung.

Halten Sie sich an die allgemeinen Empfehlungen des BAG. Sollten Sie neben einer Schlafapnoe an weiteren Erkrankungen leiden, konsultieren Sie die BAG-Liste (Anhang 6) oder fragen Sie Ihren Arzt, ob Sie zum Personenkreis der besonders gefährdeten Personen gehören.

Heimbeatmete Menschen

Die Heimbeatmung ist eine Therapieform für Betroffene, deren Atmung gestört ist. Sie werden ambulant vorübergehend oder dauerhaft maschinell beatmet. Ganz unterschiedliche Erkrankungen führen dazu, dass die Lunge ihre Funktion nicht mehr genügend ausüben können.
 

Empfehlung:

Sämtliche Patientinnen und Patienten, die heimbeatmet sind, gehören in die Gruppe der besonders gefährdeten Menschen. Sie sollen sich besonders schützen und die Massnahmen für besonders gefährdete Menschen befolgen. Bei einer Verschlechterung der Symptome sollen sie sich telefonisch an einen Arzt wenden.

Tuberkulose

Die Tuberkulose ist eine Infektionskrankheit, die durch Tuberkulosebakterien wird. Die häufigste Form ist die Lungentuberkulose (ca. 70%). Andere Formen sind nicht ansteckend. Eine latente tuberkulöse Infektion bedeutet, dass eine Person irgendwann in ihrem Leben mit Tuberkulosebakterien in Kontakt gekommen ist. Diese Personen sind weder krank noch ansteckend.
 

Empfehlung:

Patientinnen und Patienten, die gegen Tuberkulose oder eine latente tuberkulöse Infektion behandelt wurden oder aktuell werden, gehören nicht zur Gruppe der besonders gefährdeten Menschen. Sie sollen die allgemeinen Empfehlungen des BAG einhalten.

Tabakkonsum

Rauchende Menschen sind grundsätzlich stärker für Atemwegsinfektionen (wie Coronavirus) gefährdet. Ob bei Rauchenden die Krankheit schwerwiegender verläuft, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht grundsätzlich beantwortet werden. Es ist jedoch zu befürchten, dass sich das Rauchen negativ auf die Intensität der Erkrankung sowie auf deren Heilungsprozess auswirkt.