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20.03.15 09:13 Verschweigen von Tatsachen
Dagmar Dasgupta
Guten Morgen,
Im Prov. Austrittsbericht wird die Unfallursache verschwiegen, Nur die Kopfverletzung wird erwähnt. Befund des CTs: keine intrakraniellen Blutungen und knöcherne Läsionen.
Ich nehme an, dass eine Hirnprellung vorliegt, die ja auf dem CT ersichtlich wäre. Ich habe 2 eingeschriebene Briefe an den Chefarzt geschickt. Am Montag habe ich einen Termin. Meine Hausärztin versucht, zu vermitteln, daher nehme ich an, dass man die Unfallursache zugeben wird, aber nicht mehr. Ich möchte auch weiterhin meinen Mann mit ruhigem Gewissen in dieses Spital bringen können, bin also an einer gütlichen Einigung sehr interessiert. Ich möchte von unserem Recht, die Pflegedokumentation einzufordern, nur ungern Gebrauch machen. Frage: Welche Konsequenzen hat ein solches Verschweigen, sofern es sich anhand der Unterlagen beweisen lässt, für den Chefarzt und den leitenden Arzt? Ich möchte auch niemandem die Karriere kaputt machen. Wir waren bis anhin immer sehr zufrieden mit der kompetenten Behandlung. Kann man nach einem solchen Vorfall wirklich noch in dieses Spital gehen, oder wäre es besser, das Spital zu wechseln?
20.03.15 10:03
Robert Thurnheer
Guten Tag,
Ich hoffe sehr, dass in einem Gespräch alles geklärt werden kann. Aus meiner Erfahrung ist es so, dass wenn in einem Spital wirklich ein offensichtlicher Fehler passiert, dies sofort den Patienten und Angehörigen kommuniziert wird. Die Wahrheit kommt sowieso an den Tag und man verliert jede Glaubwürdigkeit, wenn man dies nicht sofort meldet. Das wird sicherlich in der Klinik, wo ihr Mann behandelt wurde, auch so gehandhabt. Manchmal ist es aber nicht klar, ob ein Fehler gemacht wurde, oder eine nicht vorhersehbare Komplikation oder ein ungünstiger Verlauf eingetreten ist, der ein Unglück verursacht hat. Die Ursache ist dann eine ganz andere, die Folge für die Betroffenen aber genau gleich schmerzlich. Dies auseinanderzuhalten, kann manchmal fast unmöglich sein. Wenn immer möglich sollte man versuchen, die Situation im Gespräch zu klären. Dies ist für spätere Kontakte von unschätzbarem Wert. Dass Ihnen die Hausärztin hier beisteht, ist ihr hoch anzurechnen. Wenn Sie sonst zufrieden waren mit der Behandlung, veruschen Sie, den Frieden wiederherzustellen.
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