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10.11.15 10:25 "O2-Zigarette" unorthodox ?
Zauberflöte
guten Morgen Herr Rothe,
richtig. Zigaretten für gute Luft mutet äusserst unorthodox an.
Gute Frage.
Jahre lang wurde ich als einzige Mieterin zwangsbequalmt durch Drogensüchtige Miteigentümer, die unter meinem Balkon wohnten.
Mit der Geruchsbelästigung startete eine derart massive Beschädigung des Hausfriedens und schlimmer noch: des Vertrauens zwischen meinem Vermietervater und mir - durch Miteigentümer, die sich das Recht den Rauchplatz unter meinem Balkon zu bewahren "erkämpften". Mobbing, Belästigungen, Nötigigungen, Psychoterror, Rufschädigungen.....Jahre lang.
Ein schweres Burnout war die Folge, meine Belastungsfähigkeit hat Schaden genommen und meine
Arbeitsfähigkeit ! Bis die Raucher Gott sei Dank ausgezogen sind.
Das Vertrauen zwischen meinem Vater und mir ist seither nicht mehr wieder herzustellen. Das schmerzt meiner Seele enorm !


Weil das Rauchen im Freien grundsätzlich erlaubt ist, habe ich erlebt, wie das Raucherschutz-Gesetz dafür sorgt, dass Nichtraucher notfalls aus ihrer Wohnung vertrieben werden und die Raucher bleiben.
Die Miteigentümer und Hausverwaltung wollten mir immer wieder unterstellen, ich wolle das Rauchen verbieten.
Und das war nicht der Fall. Ich habe einzig und alleine Interesse an der gemeinsamen Suche nach einer Lösung, wie Raucherhäuschen...
Aber Miteigentümer wollten lieber den Streit und die Verhinderung meiner Einsicht in die Belege meiner Nebenkosten....
Ausserdem wollen sie mir unterstellen, dass Schimmel in meiner Wohnung an meinem Lüftungsverhalten läge.
Auch nur, um die dringend notwendige Sanierung der alten und defekten Nachtspeicherheizkörper zu verhindern.
Es wird wohl kaum Jemand geben, der professioneller lüftet, als ich.



Seither habe ich mich intensiv beschäftigt mit den Möglichkeiten, die Perversität des Rauchens -ohne Verbot- zu verdeutlichen.
Alle Kämpfe und Versuche der Öffentlichkeit, dem Rauchen die Stirn zu zeigen scheitern oder werden mit
"Verboten" missbraucht.
Die meisten Raucher sehen schon in der Tatsache, dass Jemand nicht raucht, in der Person einen Konkurrenten oder Feind.
Es bleibt nur die Raucher zu "Freunden" oder Partnern zu machen.

Der einzige Weg bleibt, dass der Nichtraucher (Süchtigen nach Frischluft), sich dem Süchtigen nach Nikotin nähert.
Und das am besten mit dem gleichen Werkzeug "Zigarette".
Anstelle von Nikotin ist dann einfach O2 in dem Stengel....

Und dafür Sorge zu tragen, dass die "armen" Raucher einen ordentlichen Platz finden, wo sich Rauchen können, ohne irgendjemand belästigen zu müssen.

Hört sich unorthodox an. Ist aber neben "Verboten" oder der Abschaffung der Zigarettenindustrie, der einzige Weg.

Seitdem ich meinen Balkon zum Raucherbalkon umfunktioniert habe und dort Raucher einlade, damit diese um die Wette rauchen - notfalls selber Qualm prozudiere - ohne diesen in meine Lunge zu lassen, scheint die Mehrheit der Miteigentümer plötzlich sich zu überlegen, das Rauchen zu verbieten.....

In der Psychologie nennt sich dies Vorgehen "paradoxe Intervention".
D.h. Genau das tun, womit eigentlich Keiner rechnet.

Seit 2 Wochen leide ich unter einer Stimmband-Problematik, die sich wohl durch Fließschnupfen und Reizhusten aufrecht erhält.
Weil ich als Logopädin arbeite, kann und darf ich seit 1 Woche nicht mehr sprechen. Also leider Arbeitsausfall.

Weil die Heizungen immer noch nicht gemacht sind und der Schimmel sich weiter aufrecht erhält, vermute ich einen Zusammenhang.
Für einen Umzug bleibt mir weder Zeit, noch Kraft, noch die Mittel.

Gruß
Zauberflöte
10.11.15 15:01
Thomas Rothe
Liebe Zauberflöte
ja, da kam jetzt sehr viel angestauter Ärger, Frust, glücklicherweise nicht nur Resignation. Lassen Sie sich nicht unterkriegen. Kreative Ideen sind immer gefragt. Ich hoffe für Sie, dass Sie das Problem mit den Stimmbändern in Griff bekommen, da das Musikinstrument in Ihrem Hals sicherlich für Sie etwas sehr Wichtiges und Befriedigendes ist
herzlicher Gruss
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